Hier werden die Berichte von den Veranstaltungen erscheinen!
Rosenhof Saarland Oschersleben Stormarn
Buxtehude I Sulinger Land Hungrigen Wolf Ostsee-Rallye
Berichte 2008
 

Rallycross-Finale auf dem Estering
„Kleiner Mann ganz groß“

Normalerweile war immer freitags Abfahrt zum Ring, zum Finale jedoch reiste das Team um Schiemann-Motorsport erst am Samstag an, um sein „Revier“ zu beziehen. Dieses Mal sollte irgendwie alles anders sein als sonst. Zum einen waren die Mädels, Anni u. Biggi, nicht dabei und unser Kutscher sollte den Estering alleine, ohne Co., unter die Räder nehmen und dann auch noch an die neu eingeführte Jokerlap denken. Wenn das man gut ging. Samstag wurde dann die Dokumenten- und technische Abnahme erledigt und so konnten die Jungs zeitig zu Bett gehen, um ausgeschlafen in den Final-Tag zu starten.
Der Morgen auf dem Estering zeigte sich mit Raureif, Temperaturen um die 2°C und der Kessel des Esterings lag in einer dicken Nebelschwade. Pünktlich zur Eröffnung des Fahrerlagers trafen die Mädels mit frischen Brötchen ein und langsam erwachte auch der Ring zum leben. Auch die Jungs und ganz besonders unser Kutscher waren fit und so wurde Kermit für das erste warm up startklar gemacht. Noch kurz den Reifendruck besprochen und schon konnte es für unseren Kutscher auf seine erste Fahrt gehen. Wie vorher abgesprochen, nutzte er das warm up, um sich mit den Verhältnissen der Jokerlap vertraut zu machen.

Insgesamt 14 Teams hatten in der Division 6 genannt. Von einigen Allradlern, wie Mitsubishi Evo VI, über kleine schnelle Frontkratzer, wie VW Golf I, und Heckschleudern, BMW 318is, war alles vertreten.  Nun hieß es sich gegen die über 2-Liter-Fahrzeuge zu behaupten und mangelnde PS irgendwie durch eine bessere Linie wieder auszugleichen. Ausgerechnet hatten wir uns einen realistischen 10. - 11. Platz, gerade in Anbetracht der Tatsache, dass es hier um´s Finale ging und der derzeit Führende es sicherlich „krachen“ lassen werde.

Aber wie bereits eingangs erwähnt, kam dieses Wochenende alles anders.

Bereits aus dem Zeittraining kam unser Kutscher mit der 7. Zeit zurück und hatte ein breites Grinsen im Gesicht. Die zweite Startgruppe hatte er von Anfang an angeführt und gab die Führung auch durch eine taktische Fahrweise der Jokerlap bis zum Ende nicht wieder ab. Die Aussage unseres Kutschers dazu lautete nur „Die Reifen gingen gut und irgendwie hat es geklappt, einen guten Start hinzulegen. Da wollte ich auch weiter vorne bleiben.“

Auch der 1. Heat lief rund und unser Kutscher konnte sich noch einmal von der Zeit verbessern. Gesamt 6. Platz! Das war mehr, als wir alle erwartet hatten. Der zweite Heat brachte keine großen Überraschungen mehr und der Kutscher drehte wie im Heat davor konstante 3.17´er-Zeiten. Das heißt eine Überraschung gab es noch sehr zur Verwunderung unseres Co. die dieses Mal auf der Tribüne mitfieberte. „Klausi überholt Cúmy von außen!! DAS kann gar nicht gut gehen!“ Aber auch hier bewies unser Kutscher Talent und drängelte sich gekonnt in der nächsten Kurve, der ehemaligen Start-Ziel-Kurve, an ihm vorbei. KLASSE!!
Aber irgendwie war an dem Tag einfach alles anders und so sollte unser Kutscher auch für den 3. Heat noch einmal richtig aufdrehen.

Die Aufregung stand ihm buchstäblich ins Gesicht geschrieben. Auch die aufmunternden Worte von Ralf Hagelstein: „Klausi, gib ordentlich Gas, damit Du gleich ins A-Finale kommst…“ konnten daran irgendwie auch nichts ändern. Komisch.

Mit dem Blick für´s Wesentliche startete unser Kutscher von der Startplatte weg und ließ wie die Male zuvor die Titelaspiranten hinter sich, wobei der Führende Ulli Riese technische Probleme zu beklagen und keinen Ladedruck am Turbo mehr hatte. Wo der Kutscher noch die 4 ½ Sekunden finden konnte, wird wohl sein Geheimnis bleiben, jedenfalls war die Optik des Laufs sensationell und gespannt warteten wir beim Aushang auf die Zeiten und die Aufstellungen für die A- u. B-Finals.  Endlich waren die Zeiten da u. wir konnten unseren Augen kaum trauen: 3. beste Zeit!!! Wie geil!!! Damit war unserem Kutscher der 6. Platz im A-Finale sicher.

Auch wenn die tief über dem Estering stehende Herbstsonne unserem Kutscher ein kleines bisschen die Sicht auf die Start-Ampel nahm, so wollte er sich dieses Mal nicht in der Sparkassen-Kurve geschlagen geben und verteidigte seine Position bis zur Zielrampe. Sicher werden einige sagen „Ja, aber er hat ja doch nur den 6. Platz gemacht“ - aber in Anbetracht der leistungsstärkeren Autos und der vielen kleinen Einzelerfolge, konnte und durfte sich unser Kutscher als der wahre Sieger fühlen! Das Team um Schiemann-Motorsport ist jedenfalls richtig stolz auf diese Leistung und freut sich jetzt schon auf die neue Saison 2011!

Unser Glückwunsch geht natürlich auch an das Team Keck / Keck, die in ihrem Mitsubishi Evo VI einen ungefährdeten Start-Ziel-Sieg fuhren sowie Ulli Riese und Stephan Keller, die mit ihrer konstanten Fahrweise über´s Jahr die Division 6 mit dem 1. und 2. Platz für sich entscheiden konnten.

Strahlender Sonnenschein und volles Haus auf dem Estering am 24. Und 25. April 2010

Irgendwann sind wir dann ja doch auf dem Estering angekommen. Dort gab`s dann gleich eine schlechte Nachricht: Wolfgang Kilb hatte sich bei der Arbeit an der Hand verletzt und konnte leider nicht mit uns in der Division 6 starten. Aber er hatte es sich nicht nehmen lassen, zumindest da zu sein. Das Team wünscht auf diesem Wege gute Besserung! Pavillonaufbau sowie Dokumenten- und technische Abnahme absolvierten wir ohne Probleme. Die Fahrerbesprechung fand dann am Samstagmorgen statt und es zeichnete sich ab, dass es ein sonniger Tag werden wird. Das freie Training verlief ohne Probleme und auch auch das Zeittraining absolvierten wir recht anständig. Probleme mit schwammigen Fahrverhalten und vermeintlich zu kurzem Getriebe konnten wir kompensieren. Wir waren zufrieden. Ab dem ersten Wertungslauf mussten wir uns auf Neuerungen einstellen. Kannten wir den Pulkstart bisher nur aus der Finalteilnahme, so mussten wir diesen nun in jedem Lauf vollziehen. Dieser Umstand erwies sich als nicht ganz einfach. Beim ersten Lauf haben wir Rallyefahrer es geschafft, gleich 3mal nacheinander das Fehlstartsignal auszulösen. Unser Kutscher machte es den anderen vor: Er fuhr noch vor dem grünen Signal los und es kam zum Abbruch. Uli Riese und Patrick Neidhardt standen diesem Prozedere in nichts nach. Irgendwann sind wir dann alle gemeinsam bei Grün gestartet und konnten den ersten Wertungslauf beenden. Holger und Frank Eichelberg fielen in diesem Wertungslauf aus. Der Blick auf den Aushang bescherte uns die Erkenntnis, dass wir am Sonntag den 2. Wertungslauf aus der ersten Startreihe beginnen sollten. Und zwar auf Startplatz 3, bedingt durch die Ausfälle von Holger und Frank. Die beiden haben anschließend ihre Autos wieder reparieren können. Bevor wir zum gemütlichen Teil übergehen konnten, tauschten wir an Kermit noch die Räder von hinten nach vorne. Anschließend haben wir noch ganz entspannt das schöne Wetter genossen und einen gemütlichen Abend erlebt. Wie ihr bereits in den News lesen konntet hatten wir zwischendurch noch ganz tollen Besuch von einem zukünftigen „Rallyeteam“. Der Sonntagmorgen bescherte uns gleich früh sehr schönes Wetter. Von 8.00 Uhr bis 9.00 Uhr stand das Warm-Up auf dem Programm. Ursprünglich wollten wir so spät wie möglich auf die Strecke. Doch auf Wunsch von unserem Co. änderten wir unseren Plan und fuhren schon früh zur Startplatte. Eine gute Entscheidung, wie sich herausstellte! Eben ein echter WBC mit Fingerspitzengefühl!! Im Vorstartbereich gingen uns nämlich die Gänge aus. Wir stellten unseren Kermit ab und schoben ihn zurück zu unserem Platz, wo uns der Rest vom Team mit einem Fragezeichen im Blick empfing. Schnell war klar, dass die Ursache an dem neuen Schaltgestänge lag. Um 8.50 Uhr setzten wir uns schon mal in das aufgebockte Auto, in der Hoffnung rechtzeitig fertig zu werden. Das Team hat es tatsächlich geschafft, uns um 8.59 Uhr zur Startplatte zu schicken. Und wir durften sogar noch starten. Ungewollt ging unser ursprünglicher Plan, möglichst spät das Warm-Up zu fahren, dann doch noch auf. Das Auto war wieder ok! Wenig später machten wir uns erneut zur Startplatte auf, um den 2. Wertungslauf zu fahren. Diesmal klappte der Start auf Anhieb. Zunächst konnten wir Uli Riese hinter uns lassen. Doch in der dritten Runde schaffte er es uns auf letzter Rille am Eingang der Sparkassenkurve zu überholen. Allerdings erzwang er sich diesen Vorteil durch das Durchfahren des Kiesbetts. Der Rennleiter verhängte hierfür die schwarze Flagge. Aufgrund der Maxzeiten für Frank und Holger und der Disqualifikation von Uli sollten wir den 3. Wertungslauf von Startplatz 2 beginnen. Wieder erste Startreihe. Uli startete sehr gut und setzte sich gleich in der Sparkassenkurve neben uns. Nach einer kurzen Berührung war er dann auch vorbei. Gespannt warteten wir nun auf das Ergebnis für die Startaufstellung für das Finale. Durch eine weitere Neuerung: die Einführung eines Streichergebnisses wurden wir in die 2. Startreihe auf Startplatz 5 „verbannt“. Das Finale beendeten wir zufreidenstellend auf Position 4. Patrick Neidhardt ließ keinen Zweifel an seiner Dominanz aufkommen und sicherte sich Platz eins vor Holger Eichelberg und Uli Riese. An dieser Stelle gratulieren wir allen Siegern und Platzierten.eWir hatten einen Riesenspaß und freuten uns über unseren persönlichen Erfolg. Den Zuschauern hat es auch gefallen, wie man unschwer erkennen konnte. Stolz und freudestrahlend stellten wir unser Auto mit leichten Kampfspuren im parc fermé ab und gingen zu unserem Team. Wieder einmal hatten wir als Team ein tolles Rennwochenende erlebt und bis zum Schluss unseren Spaß gehabt!! Wir freuen uns schon jetzt auf das nächste Mal!

Bilder: www.rallycross-em.com

Zuckerbrot und Peitsche oder
Klassensieg und leichter Crash

Am 03.04.2010 startete das Damenteam Wierwille-Partisch / Hutzfeldt bei der 31. u. 32. ADAC Rallye Knesebeck. Angereist war das Team bereits am Karfreitag, um vorab die Dokumenten- und technische Abnahme zu erledigen.
Nachdem das Team die Prüfungen abgefahren war, herrschte allgemein die Meinung, dass die Prüfungen im Vergleich zur „Wikinger“ nicht sonderlich selektiv waren. Dass jedoch ein paar knifflige Ecken drin waren, das sollte sich noch bei dem ein oder anderen Team zeigen.
Nachdem der Aufschrieb erstellt war, ging es entgegen aller Wettervorhersagen bei trockenem Wetter um 10.50 Uhr für das 1. Fahrzeug an den Start der 31. Knesebeck Rallye. Insgesamt waren 2 verschiedene Wertungsprüfungen je drei Mal zu befahren.
Die junge Hamburgerin Antje Wierwille-Partisch ging es mit Ihrem Suzuki Swift Sport im Gegensatz zu dem ebenfalls in ihrer Klasse gestarteten Marcel Wendt ein wenig vorsichtiger an. Während das Team Wendt / Kohring ihren Suzuki Swift und somit jede Hoffnung auf eine gute Zeit gleich in der ersten Wertungsprüfung im Graben versenkten, gelang es dem Team Wierwille-Partisch / Hutzfeldt, sich kontinuierlich zu steigern.
Letztlich reichte es bei der 31. ADAC Rallye Knesebeck für einen Klassensieg in der mit 3 Fahrzeugen besetzen Klasse NF2.
Die Nachmittagsrunde begann nach einer kleinen Pause pünktlich um 14.15 Uhr. Wie am Vormittag auch sollten insgesamt 6 Wertungsprüfungen absolviert werden, wobei „das Schweineohr“ in entgegen gesetzter Richtung zum Vormittag und eine weitere Wertungsprüfung je drei Mal befahren werden sollten. Auch hier gelang es dem Damenteam bis zur dritten Prüfung, den Bremspunkt immer weiter zu verzögern und die Kurven immer schneller zu durchfahren, so dass das Team seine gefahrenen Zeiten stetig verbessern konnte.
In der vierten Wertungsprüfung allerdings unterschätzte das Team die Streckenbeschaffenheit und den in der Kurve befindlichen Schmutz, bremste zu spät und prallte gegen einen Erdwall mit einem Baum. Da der Suzuki es nicht mehr aus eigener Kraft auf die Strecke schaffte, musste das Team die Rallye leider vorzeitig beenden.
Auch diese Veranstaltung hat dem Team gezeigt, dass es im Vergleich zum Vorjahr deutlich besser vorwärts geht und wo gehobelt wird, auch Späne fällt. Die Kaltverformungen am Suzuki halten sich in Grenzen und das Wichtigste: dem Team ist nichts weiter passiert.
Besonders gefreut hat sich das Damenteam auch über den Erfolg von Ralf-Michael Wierwille und Ersatz-Copilotin Heinke Möhrpahl, die nicht nur 2 Klassensiege, sondern auch einen 3. und einen 2. Platz im Gesamt auf ihr Konto verbuchen konnten. Ein besonderer Glückwunsch geht ebenfalls an die Gesamtsieger beider Veranstaltungen Axel Nörenberg / Gerrit Spangenberg auf ihrem bärenstarken BMW M3.

 

Text: Bianca Hutzfeldt
nähere Infos zum Team unter www.evorallye.de und www.bianca-hutzfeldt.de

Damenteam Wierwille-Partisch / Hutzfeldt beginnen Saisonauftakt
beim DM-Lauf der Wikinger Rallye als Vorwagen

Erklärtes Ziel bei der Wikinger Rallye sollte ganz klar „Ankommen“ sein, Erfahrung sammeln, die Rallye selbst als Trainingseinheit nutzen und natürlich den Veranstalter entsprechend zu unterstützen.
Nachdem das Team Wierwille-Partisch / Hutzfeldt gemeinsam mit ihrem Coach, Jan Becker von Becker Motorsport, am Freitag die insgesamt 7 Wertungsprüfungen, wovon insgesamt 5 doppelt gefahren wurden,  abgefahren war, musste festgestellt werden, dass „die Wikinger“ wieder einmal äußerst anspruchsvolle Prüfungen für die insgesamt 52 Teilnehmer des DM-Feldes und 10 Teilnehmer der „Slowly-Sideways-Gruppe“ parat hielten.

Die Besprechung zwischen den Vorwagen-Besatzungen mit dem Orga-Leiter Rainer Haulsen fand noch bei trockenem Wetter und dunklen Wolken statt. Die Besatzungen wurden darüber informiert, worauf besonders zu achten sei und mit welchen Problemen sie ggf. konfrontiert werden könnten. Wie im Vorwege bereits angekündigt, öffneten sich dann kurz vor dem Start der ersten Wertungsprüfung „Ekeberg“, die aus insgesamt 7,73 km feinsten Kurven und Kuppen bestand, die Himmelspforten und es regnete ununterbrochen. Eine Sicht war so gut wie unmöglich und das Team schwamm mehr durch die Prüfung, als dass an ein Fahren zu denken war. Die kurz darauf folgende Prüfung „Arup“, ein 10,59 km langer Rundkurs, der 2005 das letzte Mal gefahren wurde und den die Beifahrerin Bianca Hutzfeldt seinerzeit noch selbst unter die Räder genommen hatte, lief für das Team viel besser, wenngleich direkt vom Start weg vor einer längeren Kuppe Aquaplaning war und das Auto regelrecht aufschwamm. Leider erging es anderen Teams ebenso, einige konnten jedoch nicht das Etappenziel erreichen und versenkten ihre „Schiffe“ in den Fluten. Dies war dann auch der Grund dafür, dass die 2. Wertungsprüfung neutralisiert werden musste.

Der Samstag begrüßte die verbliebenen Teams dann schon freundlicher, auch wenn der Serviceplatz unter den Regenmassen erheblich gelitten hatte. Die Strecken selbst waren erstaunlich gut abgetrocknet und nur an der einen oder anderen Ecke waren noch Wasserpfützen und rutschiges „Bauerneis“. Die ersten zwei Wertungsprüfungen, die WP3 „Kattberg“ (ein 12,19 km langer Rundkurs) sowie die WP4 „Wahrberg“ (eine 8,87 km lange A/E-Prüfung), verliefen für das Team ohne Probleme und auch in Anbetracht der vielen Zuschauer, die nicht in den Absperrbereichen standen und der Streckenposten, die einen guten Job leisteten, konnte das Team Wierwille-Partisch / Hutzfeldt gleich einen guten Speed finden und sicher ihr Einsatzgerät, einen Suzuki Swift Sport, durch die Prüfungen bringen.
Auf der 18,37 km langen Wertungsprüfung 5 „Fuchsgraben“ kam es jedoch zu einem Ausrutscher eines Teilnehmers der Slowly-Sideways-Gruppe und das Team musste für die Streckensicherung sorgen, entsprechend anhalten und warten, bis die Strecke wieder frei war.
Nach einem kurzen Check im Service machte sich das Team auf zur zweiten Runde der zuvor genannten Prüfungen. Auch hier liefen die ersten zwei Prüfungen ohne Probleme und die zuvor gefahrenen Zeiten konnten verbessert werden. Auf der Wertungsprüfung „Fuchsgraben“ kam es dann jedoch erneut zu zwei kleineren Zwischenfällen, so dass auch hier das Team zweimal anhalten musste.
In der 4. Sektion, die aus den Wertungsprüfungen „Silkmoos“ (eine 9,43 km lange A/E-Prüfung) und „Dammende“ (ein 12,90 km langer Rundkurs) bestand, gelang es der erst 25-jährigen Antje Wierwille-Partisch, die erst 2009 in den Rallyesport eingestiegen ist,  immer besser, eine gute Linie zu finden und ihren Speed noch mehr zu verbessern.

Zum Abschluss griff noch einmal der Coach des Teams, Jan Becker, für die letzten zwei Wertungsprüfungen  ins Volant des Suzuki Swift. Die so gefahrenen Referenzzeiten werden dem Team in einer späteren Analyse im Hinblick auf die bevorstehenden weiteren Einsätze helfen. 

Zu Zwischenfällen mit Anwohnern, die keinen Zuspruch für die Rallye erteilt hatten, kam es nicht, wofür sich das Team im Namen aller Teilnehmer nochmals ausdrücklich bedanken möchte. Ebenso bedanken möchte sich das Team natürlich beim Veranstalter, den vielen Helfern sowie bei Becker Motorsport in Hamburg für die tadellose Betreuung.

 

Text: Bianca Hutzfeldt Bildquelle: www. rallye-addicted.de
nähere Infos zum Team unter www.evorallye.de

Am Wochenende des 19./20. Septembers fand für das Team um Schiemann-Motorsport der Rallycross-Trophy-Lauf im Rahmen des 5. Laufs zur Deutschen Rallycross Meisterschaft auf dem Estering statt.

Unser Kutscher wurde diesmal von dem erfahrenen Rallyefahrer Nils Heitmann begleitet. Nach der Anreise am Samstagmorgen wurde zunächst unser Service- und Wohnbereich aufgebaut und eingerichtet. Nach der Dokumenten- und technischen Abnahme gab es neben der obligatorischen Gurt- und Sitzeinstellung für den Beifahrer nichts mehr zu tun, so dass wir in aller Ruhe einen gemütlichen Abend erleben konnten.

Der Rennsonntag begann gegen 08.00 Uhr mit dem freien Training. Wir fuhren verhalten und freundeten uns langsam auf kalten Reifen mit der rutschigen Strecke an. Nils hatte sich derweilen auch einen kurzen Überblick von der Strecke machen können. Für das kommende Zeittraining kündigte Nils an, dass wir da anders fahren werden. So sollte es denn auch sein. Nils avancierte mehr und mehr zum Dirigenten im Auto. Sehr zur Freude einiger Zuschauer, die beobachten konnten, wie Nils seinen Ansagen mit Handzeichen noch mehr Ausdruck verlieh. Das Ergebnis des Zeittrainings war ein neunter Platz im Gesamt, den wir bis zum Ende auch halten sollten. Wir zeigten uns bester Laune bei herrlich sonnigem Rallycross-Wetter. In den 3 Wertungsläufen konnten wir unsere Zeiten noch verbessern und sicherten uns erstmals die Pole im B-Finale neben Claus Heller und Haimo Lingl im BMW. Wir konnten den Start zwar gewinnen mussten den BMW von Claus aber eingangs der Sparkassenkurve passieren lassen. Claus konnte das B-Finale dann auch für sich entscheiden, wie ihr sicherlich schon auf der Onboard gesehen habt. Sieger der Rallycross-Trophy wurde das Team Keck auf ihrem Mitsubishi Evo, gefolgt von den beidern Holgern Schmatz und Eichelberg.

Insgesamt war es ein richtig schönes Wochenende, das wir am Ende noch mit 2. Platz auf dem Treppchen feiern konnten. Wir danken allen, die zu diesem gelungenen Wochenende beigetragen haben. Ganz besonders möchte ich an dieser Stelle nochmal Nils für seine wertvollen Tipps danken!

Gesamtsieg für das Berliner Duo Dzewas / Gohlke beim

Heidbergring Rallyesprint

Entgegen den Wettervorhersagen wurden die 39 Teilnehmer des Heidbergring-Rallyesprint am 26.09.2009 vom Veranstalter, dem Norderstedter AMC e. V., mit blauem Himmel und Sonnenschein begrüßt. Der Rallyesprint selbst bestand traditionell aus insgesamt 6 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von ca. 25 km, wobei die letzten 3 Prüfungen in entgegen gesetzter Richtung zu fahren waren. Das Vorjahresgesamtsieger-Team Thorsten Kuhlmann und Bianca Hutzfeldt hatten den Mit-subishi Evo VII an diesem Wochenende in der Garage gelassen und führten den Renault Clio 16 V mit der Start-Nummer 1 aus. Zu den Favoriten an diesem Wochenende zählten neben ihnen von vornherein Martin Schütte / Thorsten Kühn sowie Steffi Zorn / Andreas Karg, wenn denn die Technik ihrer Clios hielt. Ferner das Berliner-Doppelpack Stephan Dzewas / Klaus-Dieter Gohlke auf Ford Escort RS 2000 und Frank Reimann / Sabrina Gohlke auf VW Golf II, die nach ihrem letzten Auftritt bei einem Rallyesprint im Norden noch eine Rechnung zu begleichen hatten. Ebenfalls „hoch gehandelt“ wurde Sascha Hiller, der mit seinem VW Scirocco bereits beim Rallyesprint auf dem Hungrigen Wolf in diesem Jahr im Norden für Aufsehen gesorgt hatte Die erste Bestzeit des Tages konnte sich sodann mit 0,5 Sekunden Vorsprung das Team Kuhlmann / Hutzfeldt auf die Fahne schreiben. Mit keiner Favoritenrolle hatte man gerechnet bei dem Team Dominik Heller / Saskia Müller, die daher auch „nur“ mit der Start-Nr. 37 mit ihrem Honda Civic Type R an den Start gingen und sofort die zweitbeste Zeit für sich verbuchten - gefolgt von Schütte, Hiller, Reimann und Dzewas. Wenig Aufsehen erregend leider das Team Steffi Zorn / Andreas Karg, die mit Problemen an ihrem Clio zu kämpfen hatten und diesen schließlich in der WP 3 abstellen mussten. Ab der zweiten Wertungsprüfung blies dann das Berliner Duo Dzewas / Gohlke zum Angriff und knabberte nach und nach ein Stück mehr Vorsprung des zur Halbzeit immer noch mit 0,3 Sekunden vorne liegenden Teams Kuhlmann / Hutzfeldt ab. Bereits nach der 4. Wertungsprüfung stand fest: Dzewas / Gohlke wollen den Gesamtsieg, und zwar mit aller Macht, denn sofort bauten sie ihren Rückstand von 0,3 Sekunden auf insgesamt 1,2 Sekunden aus, lagen nach der 5. Wertungsprüfung mit 2,5 Sekunden Vorsprung vorne und holten sich im Ergebnis mit einer sensationellen Zeit von 02:37,2 und 6,6 Sekunden Vorsprung den Gesamtsieg vor den Vorjahressiegern Kuhlmann / Hutzfeldt. Einen Achtungserfolg und damit gleichfalls einen Podiumsplatz in der Gesamtwertung holte sich das Team Dominik Heller / Saskia Müller mit einem Wimpernschlag von 0,1 Sekunden Vorsprung auf Martin Schütte, der sich am Nachmittag mit seinem Renault Clio seinen persönlichen Tripple holte. Denn: Auf den letzten 3 Prüfungen fuhr er auf die Hundertstelsekunde genau gleiche Zeiten, womit man wohl sagen kann: mehr oder auch weniger war definitiv nicht drin. Von vornherein ebenfalls stark dabei waren einmal mehr die Youngster Lennart Hahn sowie Timo Broda, die sich einen Schlagabtausch der besonderen Art lieferten. Während Timo Broda auf der 4. Wertungsprüfung eine im Gesamt 4. beste Zeit „zauberte“, gelang es Hahn mit seinem BMW 320 is immer in den TOP-10 konstant gute Zeiten zu fahren. Im Ergebnis hatte das Team Broda / Linnemann dann jedoch mit 5,6 Sekunden die Nase vor Hahn / Brudermann (Gesamtrang 8) und holte sich einen herausragenden 7. Gesamtrang. In der Gruppe G dominierte von vornherein das Team Fabian Pirrone / Heinke Möhrpahl auf BMW 318 is, die ihren wohl verdienten Klassensieg zu keiner Zeit gefährdet sehen mussten. Ausnahmsweise einmal nicht das Nachsehen hatte die Klasse H12, in der auch das Team Karsten Beck / Corinna Kunstmann fuhr und mit der nächst höheren Klasse zusammengelegt wurde. Denn ihnen gelang es, sich gegen die höhere Klasse H 13 mit ihrem VW Polo durchzusetzen und die Klasse souverän für sich zu entscheiden. Weniger Glück mit der Klassenzusammenlegung hatte eine zweite Dame im Feld, und zwar Antje Wierwille-Partisch, die mit ihrem Suzuki Swift Sport zwar das zweite N2-Fahrzeug, einen Honda CRX des Teams Horakh / Skalski, in Schach halten konnte, jedoch in der Gruppe N lediglich hinter den Führenden Heller, Wendrich und Bergmann einen 7. Platz in der Klasse erzielte.

Ob der Kompaktheit der Veranstaltung sowie der guten Organisation wird gehofft, dass der Heidbergring Rallyesprint auch in 2010 wieder stattfinden wird. Hierüber soll in den nächsten Tagen entscheiden werden.

Text: Bianca Hutzfeldt

Test für die Ostsee-Rallye bestanden - Alexy gewinnt Holsten-Doppel


Bei schönstem Wetter startete am vergangenen Wochenende der letzte Lauf zum Rallye-Cup-Nord, die 38. und 39. ADAC Holsten Rallye auf dem Truppenübungsplatz Putlos. Die in Schleswig-Holstein vom MSC Holstein e. V. ausgetragene Veranstaltung, die weitere norddeutsche Prädikate vorwies, lockte im Vergleich zum Vorjahr wieder einige Teams mehr an.

Den insgesamt 58 gestarteten Teams, darunter 11 Teilnehmer des Historic Regio Cup, wurde auf den insgesamt 68 Wertungskilometern einiges abverlangt. Die Prüfungen führten größtenteils über trockene Asphaltstrecken, jedoch wurde der Kampf um die Bestzeiten mit 10 % Schotteranteil, der sich als äußerst rutschig und staubig darstellte, zusätzlich erschwert.

Als Gesamtsieganwärter und "Tester" für die ADAC Ostsee-Rallye waren das Ehepaar Alexy mit ihrem Audi S2 Quattro angereist. Ebenfalls zu den Favoriten zählte das Team Keck / Treder auf Mitsubishi Lancer sowie der Vorjahressieger Thorsten Kuhlmann mit Beifahrerin Bianca Hutzfeldt mit ihrem Mitsubishi Lancer Evo VII. Ebenfalls Anspruch auf einen der vorderen Podestplätze wollte der ortskundige "schnelle Bauer" Kai-Dieter Kölle / Matthias Mäding auf Porsche 911 erheben, jedoch wurden ihre Ambitionen gleich nach der ersten Prüfung begraben und es blieb ihnen nur die Aufgabe bei der ersten Veranstaltung. Aber wozu wohnt man in der Nähe u. hat noch einen Porsche im Stall - also schnell umgesattelt und schon konnte das Team Kölle / Mäding zur 2. Veranstaltung wieder neu angreifen.

Von vornherein versprach es, ein spannendes Sekundenduell zu werden. Gleich auf der ersten Prüfung jedoch kostete das Team Kuhlmann / Hutzfeldt ein Dreher wertvolle Zeit, dennoch konnten sie sich eine drittbeste Zeit sichern, während das Team Keck / Treder mit 3,1 Sekunden Vorsprung auf Alexy in Führung ging. Die zweite Bestzeit des Tages sicherte sich das Team Kuhlmann / Hutzfeldt. Dann jedoch blies das Ehepaar Alexy zum Angriff und sicherte sich auf den zwei folgenden Prüfungen Bestzeiten mit Vorsprüngen von insgesamt 8 Sekunden, die durch die Verfolger nicht wieder aufgeholt werden konnten. Auf der vierten und letzten Prüfung schlug bei dem Team Keck / Treder einmal mehr der Technikfehler zu und sie mussten ihren Kampf abbrechen und den Evo aufladen. Dem Team Kuhlmann / Hutzfeldt machte ein verstopfter Benzinfilter auf der letzten Prüfung zu schaffen, so dass sie nicht mehr mit voller Leistung fahren konnten und sich im Ergebnis Gesamtrang zwei sicherten. Bester "Frontkratzer" und von Beginn an vorne dabei war die einzige Dame im Feld, und zwar Steffi Zorn mit Andreas Karg auf Renault Clio. Sie überzeugte mal wieder durch eine beherzte fehlerfreie und schnelle Fahrweise, wodurch sie die "Golffraktion" in der Gruppe H14 mit Uwe Broda, Michl Meyer und Lars Tietjen auf ihre Plätze verwies. Die Klasse N3 gewannen, nachdem sie die letzten Jahre nie das Ziel bei der Holsten Rallye gesehen hatten, Nils Heitmann / Daniel Hammerich auf ihrem 1600er Polo. Die ebenfalls sehr stark mit insgesamt 11 Teilnehmern besetzte Klasse G19 sicherte sich Matthias Rathkamp / Olaf Jordan vom AMC Asendorf mit ihrem BMW 318 is.

Nach einer knapp dreistündigen Mittagspause ging es dann weiter mit dem Start zur 39. ADAC Holsten Rallye. Immerhin konnten noch 38 Teams ihre Autos wieder "reanimieren" und auch das gesamte Feld der historischen Teilnehmer führten ihre Vehikel wieder aus.
Der Kampf um die Sekunden wurde wieder aufgenommen und schnell zeigte sich, dass Alexy sich an das Geläuf auf dem Truppenübungsplatz gewöhnt hatte und seinen Audi S2 nach der Hälfte der gefahrenen Prüfungen an die Spitze des Feldes setzte. Dicht auf den Fersen war das Team Kuhlmann / Hutzfeldt, konnte jedoch den Vorsprung von gut 16 Sekunden nach 3 von 4 zu fahrenden Prüfungen nicht mehr aufholen, auch wenn sie den Evo am Schluss noch einmal sportlich über die Strecke trieben und eine letzte Bestzeit für sich verbuchen konnten. Auch den Sieg der 2. Veranstaltung sicherte sich somit das aus dem hessischen Rotenburg stammende Ehepaar Alexy mit 11,4 Sekunden Vorsprung vor Kuhlmann / Hutzfeldt und mit einer knappen halben Minute dahinter Uwe Broda / Rolf Suhrcke auf VW Golf.

Die einzige Amazone musste ihren Clio nach der Hälfte der zu fahrenden Prüfungen mit einem Getriebeschaden abstellen; ebenso erwischte es die Verfolgter Lars und Diana Tietjen auf VW Golf. Und auch den jungen Hamburger Nils Heitmann erwischte es und somit bleibt eine halb bezahlte Rechnung für ihn für das nächstes Jahr nach wie vor offen. Die Klasse G19 gewannen am Nachmittag das Team Günter Vogt und Jörg Michels.
Somit sichert sich am Tagesende das Ehepaar Alexy nicht nur den Gesamtsieg des Holsten-Doppels, sie gewinnen ebenfalls mit einer maximal zu erreichenden Punktzahl den Rallye-Cup-Nord 2009 und dürften nunmehr bestens vorbereitet für den letzten norddeutschen Vorlauf zum ADAC Masters, der ADAC Ostsee-Rallye, sein.

Die Podestplätze beider Veranstaltungen belegten:
1. Carsten Alexy / Michaela Alexy, Audi S2 Quattro
2. Thorsten Kuhlmann / Bianca Hutzfeldt, Mitsubishi Lancer Evo VII
3. Uwe Broda / Rolf Suhrcke, VW Golf GTI

38. + 39. ADAC Holsten Rallye lädt ein zu einem
kleinen Vorgeschmack auf die bevorstehende Ostsee-Rallye

Wie in den Vorjahren auch veranstaltet der MSC Holstein am 01.08.2009 ein Rallye-200-Doppel, das traditionell auf dem Truppen-Übungsplatz Putlos im Norden Ostholsteins ausgetragen wird. Leider sind Zuschauer auf dem Gelände selbst nicht zugelassen, jedoch besteht die Möglichkeit, als „Zaungast“ dem Sekundenkampf beizuwohnen. Das Rallyezentrum befindet sich auf dem Gut Görtz in Heringsdorf, wo Zuschauer natürlich gerne gesehen sind und mit den Teilnehmern Benzingespräche führen oder die Fahrzeuge begutachten können.

Die Wertungsprüfungen von insgesamt 68 Kilometern haben sich, ebenso wie die Streckenführung und Gesamtlänge für beide Veranstaltungen mit 200 Kilometern gegenüber 2008 nicht verändert. Die Piloten haben jeweils 5 Wertungsprüfungen zu absolvieren, die neben Asphalt auch 10 % Schotter enthalten.

Da am 11./12.09.2009 ebenfalls auf dem Truppenübungsplatz Putlos Wertungsprüfungen im Rahmen der Ostsee-Rallye gefahren werden, nutzen einige Fahrer, wie u. a. Alexy, Kuhlmann, Heitmann und Kölle die Möglichkeit, sich mit dem dortigen anspruchsvollen Gelände weiter vertraut zu machen, auch wenn die Streckenführung selbst nicht ganz identisch sein wird.

Mit 49 Nennungen im Vergleich zum Vorjahr mit 34 Nennungen kann der MSC Holstein zufrieden sein, zumal weitere 11 Teilnehmer für den Historic Rallye Cup, der Classicer der Vergangenheit, wie Fiat 500, VW Käfer und Audi 80 Coupé an den Start bringt, genannt haben. Somit werden insgesamt 60 Starter auf Zeitenjagd gehen. Auch mit von der Partie werden Fahrzeuge nicht ausgeschriebener Klasse sein, die Demo-Fahrten absolvieren, darunter Kim Boisen mit seinem BMW M3 aus Dänemark.

Besonders spannend wird der Kampf um den Gesamtsieg werden. Während der Hamburger Thorsten Kuhlmann und seine Beifahrerin Bianca Hutzfeldt letztes Jahr mit einem Gesamtsieg des Holsten-Doppels glänzen konnten und daher auch mit der Start-Nr. 1 an den Start gehen, hat die bisherige Saison gezeigt, dass das Ehepaar Alexy mit ihrem Audi Quattro ebenfalls ganz vorne mitmischen will und wird. Auch darf man gespannt sein auf Rainer Keck / Kay Treder im Mitsubishi Evo, wenn nicht erneut der diesjährige Technik-Teufel zuschlägt. Ebenfalls seinen „Heimvorteil“ versuchen zu nutzen wird der schnelle Bauer Kai-Dieter Kölle mit seinem Porsche 911. Folgen wird sodann eine ganze Reihe von „Golf-Tretern“ der Klasse H14 sowie eine Dame - Steffi Zorn - im Renault Clio, die ebenfalls nicht zu unterschätzen sein wird.

Etwas für´s Auge werden mit Sicherheit wieder einmal die Teams Schultz / Slawik und Grossmann / Kanitz mit ihren Mini´s bieten, wenn sie diese über die bucklige Strecke „prügeln“ werden. Auch darf man gespannt sein, wo sich das 2. Damenteam Steffen / Steffen mit ihrem Dacia Logan am Ende einordnen wird, nachdem diese zu einer längeren Zwangspause verurteilt waren.

Eine freiwillige Dokumentenabnahme sowie Besichtigung der Wertungsprüfungen ist bereits am Freitag, 31.07.2009, möglich. Der Start zur 38. Holsten Rallye erfolgt um 10.01 Uhr und die 39. Holsten Rallye startet um 16.31 Uhr. Weitere Info´s unter: www.msc-holstein.de

Text: B. Hutzfeldt

Foto: www.rallye-addicted.de - Bildmaterial ist zu Pressezwecken freigegeben

Rallyesprint-Wochenende auf dem „Hungrigen Wolf“

Dzewas siegt beim Hanseaten Rallyesprint
Kuhlmann Gesamtsieger des 1. Holsten Rallyesprint

 Zum ersten Mal gab es am letzten Wochenende (23. / 24.05.2009) auf den Flugplatz „Hungriger Wolf“ in der Nähe von Itzehoe eine Zusammenarbeit zwischen dem MSC Hanseat und dem MSC Holstein. Am Samstag fand dort die 14. ADAC Hanseaten Rallye (Rallyesprint) und nur einen Tag später am Sonntag der 1. ADAC Holsten Rallyesprint statt.

Bereits am Samstag reisten bei sonnigem Wetter insgesamt 35 Teams an, um die insgesamt 4 Wertungsprüfungen über ca. 33 km unter die Räder zu nehmen. Größter Pechvogel war am Samstag wohl wieder einmal mehr der zweifache Gesamtsieger vom Saisonauftakt in Wunstorf Frank Reimann mit Beifahrerin Sabrina Gohlke, die ihren VW Golf II GTI 16 V gleich nach der ersten Wertungsprüfung mit gerissenem Bremssattel abstellen mussten. Ebenfalls vom Pech verfolgt das Team Gennat / Knop auf Opel Ascona A, die den Rallye-Sprint ebenfalls nicht beenden konnten, nachdem ein Kühlerproblem auftrat.
Von vornherein setzte sich das Berliner Duo Stephan Dzewas / Klaus-Dieter Gohlke an die Spitze, konnte zur Halbzeit 2 WP-Bestzeiten für sich verbuchen und führte zunächst mit 10 Sekunden Vorsprung vor Holger Schmatz / Heinz Wawrzyniak auf Honda Civic Type R. Dahinter auf den Plätzen 3 und 4 kämpften Sascha Hiller / Benjamin Hofmann auf Scirocco R sowie Thorsten Kuhlmann / Bianca Hutzfeldt auf Renault Clio um jede Sekunde.
Der Hamburger Kuhlmann musste entgegen der vorläufigen Nennliste bereits am Samstag mit dem neu erworbenen Renault Clio starten, da dieser wieder umgebaut und fertig gemacht werden musste für das nächste Sprintrennen im dänischen Padborg am kommenden Pfingstwochenende. Das Team Kuhlmann / Hutzfeldt nutzte den Rallyesprint am Samstag, um mit dem Renault Clio, der bislang lediglich als Rundstreckenfahrzeug genutzt wurde, einige Tests durchzuführen. Erschwerend kam für das Team hinzu, dass das Fahrwerk noch nicht auf derartige Streckenverhältnisse ausgelegt war und die Leistung daher noch nicht überall auf die Straße gebracht werden konnte. Dennoch gelang es dem Team, sich weiter nach vorne zu kämpfen und lag nach der dritten Wertungsprüfung nur noch 1 Sekunde hinter dem Team Hiller / Hofmann auf Gesamtrang 4.
Auf der letzten vierten Wertungsprüfung wurden die Karten dann nochmals neu gemischt. Ca. 1500 m vor dem Ziel erwischte es den bis dahin auf dem Gesamtplatz zwei liegenden Holger Schmatz, der keine Kupplung mehr hatte und seinen Civic auf der Wertungsprüfung abstellen musste. Richtig Gas konnte nochmals das Team Kuhlmann / Hutzfeldt geben, die eine WP-Bestzeit für sich verbuchen konnten und sich somit im Gesamt mit 23,4 Sekunden Rückstand auf den Gesamtsieger Dzewas / Gohlke auf den 2. Platz setzten und ihre Klasse gewannen. Gesamtrang 3 holte sich das Scirocco-Team Hille / Hofmann mit nur 4,1 Sekunden Rückstand. Einen großen Erfolg konnte der 19-jährige Newcomer Lennart Hahn mit Beifahrer Andreas Brudermann für sich verbuchen. Das Team sicherte sich mit ihrem BMW 320 is den 4. Gesamtrang. Ebenfalls wieder schnell unterwegs der Hanseat Nils Heitmann mit seinem 1600er VW Polo GTI, der sich nicht nur deutlich den ersten Platz in seiner Klasse sicherte, sondern sich auch wieder einmal mit den „Großen“ messen konnte. Er konnte sich Gesamtrang 7 sichern vor dem Team Wellbrock / Grelck auf BMW M3, die ebenfalls ihre Klasse (H14) gewannen. Von den insgesamt vier ausgefallenen Teams konnte lediglich ein Team dank tatkräftiger Unterstützung einiger VW-Fahrer aus der Umgebung und über Nacht durchgeführter Reparatur wieder am Sonntag zum 1. Holsten Rallyesprint antreten, und zwar der Berliner Frank Reimann. Die weiteren Lücken konnten mit neuen Teams, die lediglich den Sprint am Sonntag fuhren, gefüllt werden und so konnte auch der MSC Holstein am Sonntag zu seinem 1. Rallyesprint ebenfalls 35 Teams bei ebenfalls strahlendem Sonnenschein begrüßen.
Zu absolvieren waren von den Teams die gleichen Wertungsprüfungen wie am Vortag.
Gleich zu Beginn zeichnete sich bereits ein Sekundenkrimi zwischen dem Berliner Duo Reimann / Gohlke und dem Hamburger Kuhlmann mit seiner Kieler Beifahrerin Bianca Hutzfeldt ab. Das Team Kuhlmann / Hutzfeldt hatte für den Rallyesprint am Sonntag ihren altbewährten Mitsubishi Evo VII an den Start gebracht. Auf der ersten Wertungsprüfung verzeichnete Kuhlmann sofort eine Bestzeit für sich, jedoch lediglich eine Sekunde dahinter setzte sich bereits Reimann mit seinem Golf. Auf der zweiten Wertungsprüfung waren beide Teams zeitgleich Schnellste und nach der dritten Wertungsprüfung gelang es dem Team Reimann / Gohlke sich mit 0,4 Sekunden vor Kuhlmann / Hutzfeldt zu setzen. Jetzt hieß es für den Hamburger Kuhlmann nochmals voll auf Angriff zu fahren. Er konnte auf der letzten Prüfung nochmals eine Bestzeit mit 0,9 Sekunden Vorsprung auf Reimann setzen und gewinnt somit den 1. ADAC Holsten Rallyesprint mit einem Vorsprung von einer halben Sekunde vor dem Berliner Frank Reimann. Mit deutlichem Abstand von 20 Sekunden zur Spitze platziert sich ein gut aufgelegter Horst Wellbrock, dem es Sonntag deutlich besser gelang, die Kraft seines Autos auf die Straße zu bringen. Der Vortagesgesamtsieger Stephan Dzewas, dessen Technik seines Ford Cosworth erneut durchhielt, konnte einen 4. Gesamtrang für sich verbuchen. Ebenfalls wieder eine Top-Platzierung konnte der Youngster Lennart Hahn für sich verzeichnen mit einem 5. Gesamtrang und einem 2. Platz in der Klasse. Die Klasse H12 gewann wieder einmal mit deutlichem Vorsprung der Hamburger Nils Heitmann mit seinem Beifahrer Daniel Hammerich.

Hanser nach Unfall bei der Wikinger Rallye wieder zurück auf der Rallyepiste und
glänzt sofort mit einem Achtungserfolg bei der Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land

Zwar waren die Folgen des Unfalls bei der Wikinger Rallye am 03. / 04.04.2009 für einen Start bei der „Sulingen“ insofern noch zu merken, als dass Henrik Hanser aus Wittenborn noch kein eigenes Rallyefahrzeug wieder zur Verfügung stand, jedoch konnte dieses Hindernis vorerst überwunden werden. Norbert Hartwig verzichtete selbst auf die Teilnahme am Masters Lauf der 22. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land am 02.05.2009 und stellte Hanser seinen BMW 318 is zur Verfügung. Aber nicht nur das Fahrzeug war neu auch auf dem heißen Sitz nahm jemand Neues neben Hanser Platz, und zwar die Kielerin Bianca Hutzfeldt.

Das Team Hanser / Hutzfeldt reiste mitsamt der Service Crew von Schiemann-Motorsport bereits am Freitag an, um die Streckenbesichtigung durchzuführen und ihren Aufschrieb zu erstellen. Die Rallye selbst führte über eine Gesamtlänge von 341 km mit 15 anspruchsvollen Wertungsprüfungen über insgesamt 139,7 km Länge, wobei der Asphaltanteil bei 97,5 % lag.

Der Morgen begrüßte die insgesamt 99 angereisten Teams mit strahlendem Sonnenschein und pünktlich um 09.01 Uhr wurde das erste Fahrzeug über die Startrampe in der Innenstadt von Sulingen auf die Strecke geschickt. Der größte Pechvogel am Start war in diesem Jahr wohl der Ex-Rallycross-Meister Jan Becker, der seinen Mitsubishi Lancer schon auf dem Weg zur ersten Prüfung mit einem kapitalen Motorschaden abstellen musste. In die Ausfallliste reihten sich weitere norddeutsche Teams, wie das deutsch-dänische Mixedteam Ralf Bonde / Erwin Gottschalk, die ihren BMW M3 mit abgerissener Antriebswelle abstellen mussten. Auch der Hamburger Newcomer Ralf-Michael Wierwille mit Beifahrer Jens-Peter Kroll musste seinen Mitsubishi Lancer Evo 9 aus dem Hause Becker-Motorsport nach der achten Prüfung abstellen, nachdem das Heck des Evo Fremdkontakt mit einem Baum hatte und hierbei einen im Service nicht reparablen Schaden erlitt. Auch der Lübecker Beifahrer Daniel Rohde, der sonst im gelben VW Golf II mit „Michl“ Meyer unterwegs ist, sattelte um. Zwar blieb die Farbe und Marke des Fahrzeuges dieselbe, jedoch fuhr er an der Seite von Lars Tietjen aus Mulsum. Diese ereilte das Pech auf dem IVG-Gelände, ein ehemaliges Munitionsdepot, wo ihnen ein Radbolzen abriss und der Fahrt ein jähes Ende auf der dritten Prüfung bereitete.

Das Team Hanser / Hutzfeldt ließ es auf der ersten Prüfung, die 7,4 km lang war, zunächst langsam angehen, um sich auf das Auto einzustimmen und auch damit das Team selbst sich im Auto aufeinander abstimmen konnte. Von Anfang an hatte das Team mit zu harten blockierenden Reifen zu kämpfen. Auf der ersten Prüfung fuhr das Team daher auf einen 7. Platz in der Klasse und im Gesamtklassement auf den 62. Platz. Die Wertungsprüfungen 2 und 3 fanden auf dem sogenannten IVG-Gelände statt, wo die Strecke sehr verwinkelt mit vielen Kurven, Kantsteinen und Mauern durch den Wald führt. Bereits aus den Vorjahren ist bekannt, dass es hier nicht um viel PS geht, um die Prüfungen heil zu überstehen, sondern es hier maßgeblich darauf ankommt, eine saubere Linie zu fahren und eine besonnene Fahrweise an den Tag zu legen. Bereits hier zeigte sich, dass Hanser sich schon innerhalb kürzester Zeit auf den geliehenen BMW eingeschossen hatte und konnte auf der zweiten Prüfung einen 21. Platz im Gesamt verzeichnen. Nach einem 20-minütigen Service ging es erneut auf die drei bereits zuvor gefahrenen Prüfungen Sieden, Deblinghausen und Steyerberg. Hier kam es zu keinen nennenswerten Zwischenfällen bei dem Team und es konnte sich weiter nach vorne kämpfen. Nach der sechsten Wertungsprüfung lag das Team dann auf Gesamtrang 32 zwischen Kai-Dieter Kölle / Matthias Mäding auf Porsche 911 und Burghard Brink / Lothar Bökamp auf Lancia Stratos HF.

Die Wertungsprüfungen 7 - 10 (Dillenberg, Dahlskamp, Affinghausen und Hohenmoor) mit Längen zwischen 7,8 km und 13,0 km wurden dann en bloc absolviert. Da die Wasseranzeige im BMW hier kurz vor dem roten Bereich war, musste das Team diese Prüfungen sowie die noch folgenden mit voll aufgedrehter Heizung fahren, was bei den sommerlichen Temperaturen noch zusätzlich an der Kondition zerrte. Jedoch schaffte Hanser es ohne Probleme, sich auch nach 10 gefahrenen Prüfungen bis zum nächsten Service weiter nach vorne auf Platz 28 im Gesamt zu kämpfen. Nach dem absolvierten Service ging es zur zweiten Runde an die zuvor gefahrenen Wertungsprüfungen. Auch hier leistete das Team sich keine Fehler und konnte sogar auf der 14. Wertungsprüfung noch 6 Sekunden schneller fahren, als beim ersten Durchgang. Erschwerend kam für das Team hinzu, dass die Gegensprechanlage auf den letzten drei Prüfungen ausfiel und die Beifahrerin Bianca Hutzfeldt zusätzlich die Kurven per Handzeichen anzeigen musste.

Nochmals richtig Gas gab das Team dann auf der letzten Wertungsprüfung, dem Zuschauerrundkurs im Gewerbegebiet Sulingen vor einer ca. 3.000 Zuschauer umfassenden Kulisse. Hier war von den verbliebenen 64 Teams ein Rundkurs mit 4,8 Runden und einer Gesamtlänge von 8,8 km zu absolvieren. Auch hier konnte Hanser eine beachtliche Zeit mit seinem schwachbrüstigen BMW in den Asphalt brennen und verzeichnete einen 17. Gesamtrang für sich.

Im Ergebnis erfuhr sich das Team einen 24. Gesamtrang und einen sehr guten 3. Platz in der mit 12 Fahrzeugen besetzten Division 5. Lediglich vor ihm platziert in ihrer Klasse waren der Lokalmatador Christian Riedemann / Oliver Bobrink auf Citroen C2R2 und Uwe Groppel / Helger Groppel auf Citroen C2R2; Fahrzeuge wie einen Opel Corsa Maxi Kit sowie Peugeot 106 S1600  und Citroen C2R2 verwiesen wie auf die Plätze.

Die 22. ADAC Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land gewann schließlich mit einem Vorsprung von 5 Sekunden Carsten Alexy mit seiner Ehefrau Michaela auf Audi S2 quatro. Die Sensation hingegen war jedoch der Zweitplatzierte 21-jährige Riedemann im kleinen Citroen C2R2, der im stark besetzten Teilnehmerfeld einen zweiten Gesamtrang feiern konnte und zeitweise sogar an der Spitze des Gesamtklassements lag.
Ebenfalls erfolgreich waren einmal mehr die „Nordlichter“ Achim Behrens / Dirk Schnelle auf Renault Clio, die den 12. Platz für sich beanspruchten und Nils Heitmann / Daniel Hammerich, die mit ihrem 1600er VW Polo GTI einen herausragenden 19 Gesamtrang und den Divisionssieg für sich verbuchen konnten.

Schiemann fährt sensationelles B-Finale auf dem Estering in Buxtehude

Das Rallycross-Wochenende fing für das Team um Schiemann-Motorsport bereits am Freitag an, wo auf dem Estering in Buxtehude ein Plätzchen für den Service reserviert wurde. Nachdem der Service-Pavillon aufgebaut war, ging es zurück nach Hause, um dann gut gelaunt und hoch motiviert am Samstag bei strahlendem Sonnenschein mitsamt dem Rennwagen „Kermit“ und gut der Hälfte des Teams anzureisen. Am Samstag war bereits die Dokumenten- sowie die technische Abnahme zu absolvieren. Was das Team nicht eingeplant hatte, war der 18 km lange Stau vor dem Elbtunnel, so dass das Team statt nach 1 ½ Stunden Fahrt erst nach 4 ½ Stunden Fahrt auf dem Estering ankam und in allerletzter Sekunde noch die Abnahme absolvieren konnte, wo es dank der guten Vorbereitung keinerlei Probleme gab.
Am Sonntag reiste dann auch der Rest des Teams an und wir waren endlich vollzählig. Das erste freie Training begann gegen 08.00 Uhr und es war lediglich mit einer rutschigen Strecke und mit kalten Reifen, die erheblich schoben, zu kämpfen. Bereits hier zeigte Klaus-Peter, dass er gut aufgelegt war und bewies dies sodann auch im Zeittraining, wo er mit einer neunten Zeit im Gesamt glänzte. Die Technik passte, die Reifen schoben nicht mehr und so fuhr Klaus-Peter die ersten Wertungsläufe, wobei er starke Mitkonkurrenten wie Ullrich Riese hinter sich lassen konnte. Im darauffolgenden Lauf hing Klaus-Peter dann jedoch hinter Ullrich ten Hompel fest, konnte lediglich aufschließen, kam jedoch nicht vorbei, was ihm zeitlich zum Nachteil reichte, Ulli Riese allerdings wieder auf die vorderen Plätze spülte. Mit einem guten 10. Platz im Gesamt qualifizierte sich Klaus-Peter sodann für das B-Finale und bekam vom gesamten Team das ok für ein Türklinkenballett - schließlich ist ja genug Zeit, um den Wagen im Falle einer Beule wieder fit zu machen. Der Zeit entsprechend startete Klaus-Peter Schiemann von der 3. Startposition hinter Ullrich Riese und Ullrich ten Hompel. Mit dem Ampelstart schoss er sofort nach vorne, fand eine gute Linie und ging bereits auf zweiter Position hinter Ullrich Riese auf seinem Polo 6 N in die erste Kurve. Von nun an gab es einen Schlagabtausch unter den beiden nach dem anderen. Während Klaus-Peter es immer wieder schaffte, in derSparkassenkurve und der darauffolgenden langen Gerade im Schotter an Ullrich Riese vorbeizuziehen, gelang es Ulli meist in der Castrolkurve, spätestens jedoch in der Höhengeraden an Klaus-Peter vorbeigehen. Anfang der letzten Runde lag Klaus-Peter dann an erster Position, ließ die Tür ein bisschen weit offen in der Sparkassenkurve und so schob Ulli Riese seinen Polo innen vorbei, versetzte „Kermit“ noch einen heftigen Schlag in die Seite, der die beiden ins Kiesbett katapultierte und zog vorbei.Leider konnte Klaus-Peter das B-Finale somit nur noch auf dem 3. Platz beenden, war für uns ob des spannenden Fights jedoch Sieger der Herzen. Leider ist auch unser Kermit nicht nurmit einem Schrecken davon gekommen - er hat sich bei dem Rempler einen Felgenabdruck-Stempel in Beifahrertür und Holm zugezogen, welcher erst einmal für den nächsten Lauf im September behoben werden muss. Sieger der Rallycross-Trophy wurde mit einem stolzen Vorsprung das Team Keck auf ihrem Mitsubishi Evo, gefolgt von Eriksson auf Mazda RX 7 und dem Vorjahresmeister Heiko Thoms - euch nochmals herzlichen Glückwunsch!
Und was unseren Kutscher angeht: Du bist wirklich gefahren wie der Teufel. Wir sind richtig stolz auf Dich - und das nächste Mal gewinnst Du!!

Kuhlmann / Hutzfeldt holen Klassensieg und den
5. Platz im Gesamtklassement bei der Stormarn Rallye

Mit herrlichem Sonnenschein begrüßte der Morgen die insgesamt 56 angereisten Teams zur 26. Auflage der Stormarn Rallye in Trittau. Nach erfolgter Dokumentenabnahme hatten die Teams Gelegenheit, die insgesamt 32,80 km langen 3 Wertungsprüfungen, die insgesamt je zweimal zu befahren waren, zu besichtigen und ihr Gebetbuch zu erstellen. Nachdem die Teams dann wieder zum Rallyezentrum bei Opel Rohlfs in Trittau zurückkehrten, wurden die Fahrzeuge einer technischen Kontrolle unterzogen und wurden sodann bis zum Start der Rallye ins parc fermé gestellt. Pünktlich um 13.01 Uhr konnten die Teams dann zum Start der ersten Wertungsprüfung Stemwarde geschickt werden. Hier mussten die Teams einen 10 km langen Rundkurs, bestehend aus 2,9 Runden, bewältigen. Das Team Kuhlmann / Hutzfeldt startete mit der Nummer 8 hinter dem Feld der Youngtimer-Fahrzeuge. Bereits auf der ersten Prüfung konnte das Team in einem hervorragenden Starterfeld mit einer sechstbesten Zeit glänzen und das obwohl das Team mit erheblichen Sichtbehinderungen vor der Schikane an der Zielausfahrt zu kämpfen hatte, da jeweils kurz vor ihnen Fahrzeuge viel Staub aufgewirbelt hatten. Nach einer absolvierten Runde stand noch ein Überholmanöver an, welches problemlos vonstatten ging, das überholte C Coupé des Teams Beinke wurde hierbei in eine Staubwolke gehüllt zurückgelassen. Die zweite Prüfung Finkhorsterberg war eine A/E Prüfung mit insgesamt 3,7 km Länge, die im Gegensatz zum Vorjahr in entgegengesetzter Richtung zu befahren war. Auch hier konnte das Team starke Mitkonkurrenten, wie Kai-Dieter Kölle hinter sich lassen und beeindruckte durch eine fehlerfreie Fahrt. Leider musste sowohl die Wertungsprüfung 3 als auch die Wertungsprüfung 6 „Mollhagen“ wegen einer defekten Zeitnahme neutralisiert werden. Aber auch auf dieser 2,7 km langen Prüfung unterlief dem Team kein Fehler, so dass es zur Pause ins Gewerbegebiet nach Trittau zurückging. Nach einer dreiviertel Stunde ging es dann für die Teams weiter. Im Rundkurs konnte das Team Kuhlmann / Hutzfeldt ihre Leistung noch um 9 Sekunden steigern und auch die nächste Prüfung beendete das Team mit einer sechstbesten Zeit im Gesamt. Insgesamt sahen 43 Teams das Ziel in Lütjensee im Forsthaus-Seebergen. Das Team Kuhlmann / Hutzfeldt konnte sich im Ergebnis einen fünften Platz im Gesamtklassement holen und einen erneuten Klassensieg für sich verzeichnen.
Von meiner Seite aus hat es mal wieder richtig Spaß gemacht als gut eingespieltes Team mit dem Mitsubishi Evo VII unterwegs zu sein. Als nächstes steht für diese Teamkonstellation der Doppel-Rallyesprint auf dem Hungrigen Wolf des MSC Hanseat sowie des MSC Holstein am 23. u. 24.05.2009 auf dem Programm.

Bildquelle: www.rallye-addicted.de

Auftakt zur DRXT 2009 in Oschersleben
Am 20. März machten wir uns auf den Weg in die Motorsport Arena nach Oschersleben. In ganz ungewohnter Weise mussten wir auf unseren Co. verzichten. Bianca war mit Nils Heitmann zum ADAC Rallye Masters Lauf „Saar-Pfalz“. In der Arena angekommen, bezogen wir die von uns gemietete Box. Samstagmorgen folgte das übliche Programm mit Doku und technischer Abnahme. Diese wurde vom Team erledigt, da der Kutscher zur Fahrerbesprechung war. Anschließend folgte das erste freie Training bei dem zunächst die Strecke in Augenschein genommen wurde. Das Wetter an der Börde zeigte sich von seiner besten Seite: Sonnenschein. Im zweiten freien Training änderten wir dann lediglich den Luftdruck, ansonsten zeigte sich der Kutscher mit Kermit zufrieden. Am späten Nachmittag wurde dann noch das Zeittraining absolviert, welches wir für unsere Verhältnisse zufriedenstellend mit der 8. Zeit im Gesamt beendeten. Nach dem Frühstück am Sonntag sollten wir feststellen, dass sich das Wetter verändert hatte. Leichter Regen und kalte Böen. Beim Warm Up war die Strecke feucht und rutschig, so dass wir das Setup erneut leicht veränderten. Die gefahrenen Zeiten in den 3 Wertungsläufen, waren annähernd konstant, so dass sich an der Platzierung im Gesamtklassement nicht veränderte. Allerdings hatten wir uns so für das Finale, dem „Race of Rallyechamps“, qualifiziert. Klaus-Peter belegt mit Ulrich ten Hompel im Mazda 323 die letzte Startreihe. Vom Start bis zur schwarz-weiß-karierten Flagge lieferten sich die beiden einen tollen und fairen Kampf. Am Ende hieß es dann Platz 6 im Finale und Platz 4 in der Klasse. Diesmal hat es leider nicht ganz für`s Treppchen gereicht, aber das Team hat insgesamt ein relativ entspanntes WE ohne Reparaturen und mit jeder Menge Spaß hinter sich. Wir  sehen uns am 19. April auf dem Estering ! 
Team Schiemann-Motorsport

Starker Auftritt der Nordlichter bei der Saar-Pfalz-Rallye

Da das Saarland ja nicht ganz um die Ecke liegt, sind wir bereits Freitagnacht aufgebrochen und erreichten die kleine Ortschaft Freisen im Saarland dann am Freitagnachmittag. Somit war noch genug Zeit, sich den Shakedown anzusehen sowie in Ruhe Dokumenten- und technische Abnahme zu machen. Auf dem Serviceplatz wurde bereits abends das Revier abgesteckt und somit konnte man relativ frisch ausgeschlafen am Samstagmorgen den Serviceplatz beziehen. Der Morgen begrüßte die Teams zwar mit strahlend blauem Himmel und Sonnenschein jedoch frostigen Temperaturen von - 8 ° C, die im Laufe des Vormittags auf + 9 ° C anstiegen. Hinsichtlich der Reifenwahl gab es daher von Anfang an keinen Poker, denn das Wetter sollte sich halten.
Der Zeitplan war eng gesteckt und die Teams hatten 3 Stunden Zeit, die drei Wertungsprüfungen, die am Nachmittag dreimal zu befahren waren, abzufahren und ihren Aufschrieb zu erstellen. Auf dem Rückweg von den Prüfungen wurde die Startzeit geholt und man hatte dann noch eine gute Stunde Zeit, um zum Serviceplatz zu gelangen, sich umzuziehen und zur Startrampe zu fahren.

Gefahren wurden die Wertungsprüfungen Windpark (Rundkurs), Bosenberg (Rundkurs) und Füsselberg, wobei von den letzten zwei Prüfungen Teilstücke des deutschen WM-Laufs gefahren wurden. Die Prüfungen waren äußerst anspruchsvoll und höchst selektiv. Ein gutes Gemisch von Bergauf- und Bergabpassagen, Spitzkehren, schnellen Kurvenkombinationen und anspruchsvollem Schotter. Sowohl die Härte der Strecken, als auch aufgrund von Materialermüdung und Fahrfehlern, da die Prüfungen jeweils 3 x zu befahren waren, forderten ihren Tribut. 50 % der Starter sahen nicht das Ziel vor dem Rathaus in Freisen.

Das Team Heitmann / Hutzfeldt ließ es mit ihrem VW Polo GTI auf der ersten Prüfung noch sacht angehen, um zusammenzufinden und ließ es kurz darauf schon richtig krachen. Sogar auf dem 15 km langen Rundkurs „Bosenberg“ konnte das Team mit seinem 1600er einmal mit einer siebtbesten Zeit glänzen. Größere Fehler unterliefen dem Team nicht und auch das Material hielt. Die letzte Prüfung wurde in der Dämmerung gestartet, wobei die letzten Starter bereits in absoluter Dunkelheit fahren mussten. Auch hier gelang es dem Team Heitmann / Hutzfeldt den Lokalmatadoren Dominik Port hinter sich zu lassen und fuhr die fünftbeste Zeit im Gesamt ein. Im Ergebnis konnte das Team die Division 6 gewinnen und belegte im Gesamtklassement einen sehr guten 10. Platz. Komplettiert wurde dieses Gesamtbild der Norddeutschen durch den starken Auftritt von Achim Behrens / Dirk Schnelle auf ihrem 2-Liter-Renault-Clio mit Gesamtrang 8 und Timo Grätsch / Alexandra Grawlik auf ihrem BMW M3 mit dem 9. Gesamtrang.

Fazit der Veranstaltung: Wenn Daniel mal wieder ausfallen sollte, steige ich jeder Zeit gerne wieder bei Nils ein, hoffe jedoch, dass er bald wieder auf den Beinen ist. Die Prüfungen im Saarland haben mich um eine große Erfahrung reicher gemacht. Die Stimmung im Team ist stets gut und der Service sowieso unschlagbar. Vielen Dank nochmals für alles!

Bilder: Torsten Goerlich

Auswärtsspiel und Ballabgabe bei Schiemann-Motorsport

Nur 2 Wochen vor dem Rallycross-Saisonstart in Oschersleben am 21. / 22.03.2009 reiste das Team von Schiemann-Motorsport am 07.03.2009 zu einem auswärtigen Event, und zwar zum 2. ADAC Rosenhof-Rallyesprint. Zur Frage, was ein beherzter Fußballer oder in diesem Falle Rallycrosser auf einem fremden Spielfeld zu suchen hat - ganz einfach: trainieren! Das Team hat den grünen Golf „Kermit“ über Winter revidiert u. startklar für die Saison 2009 gemacht. Und wo kann man besser mit dem Ball üben, als auf dem Spielfeld? Erschwerend kam hinzu, dass sich der Co. von Klaus-Peter Schiemann, Bianca Hutzfeldt, sehr wohl auf diesem Spielfeld fühlt und da noch alte Wetten einzulösen waren, bot Klaus-Peter Schiemann seinem Co. den Fahrerplatz an. Auf diesem vor 4 Jahren in den Rallyesport hineingeboren u. danach auf den Beifahrersitz gewechselt, konnte Bianca natürlich nicht einfach „nein“ sagen, wobei von Anfang an klar war, dass das Auto getestet und ohne Risiko für Mensch u. Material gefahren wird. Schon bei der Anreise signalisierte das Wetter, dass es besonderes rutschige Bedingungen werden würden, denn es herrschte leichter Schneeregen. Beim Abfahren der Wertungsprüfung bestätigten sich dann die Befürchtungen. Mit leichter Verzögerung startete das Team zur ersten WP, die Reifen hatten kaum Grip, auf dem Schotterstück zur Sprungkuppe konnte daher wenig Geschwindigkeit aufgebaut werden. Vor der Kuppe hieß es dann wieder das Auto zusammenbremsen, um seicht über die Kuppe zu fahren, dann eine 90°-Linkskurve im Schotter, die sogar im Drift genommen wurde, was bei Klaus-Peter wahre Begeisterungsströme auslöste. Die erste Runde lief recht verhalten und in der 2. Runde beim Anbremsen einer Linkskurve auf Kopfsteinpflaster rutschte das Auto zur Seite weg, das Team streifte leicht einen am Straßenrand liegenden Baumstamm und konnte am Ende der Wertungsprüfung zur Erleichterung feststellen, dass nur ein Blinkerglas fehlte. Die Aussage von Klaus-Peter hierzu war nur „Beim Rallycross brauchen wir das eh nicht, da wird dann einfach ´ne Abdeckung vorgeschraubt“. Die zweite WP lief wesentlich runder, auch wenn sich Klaus-Peter einfach nicht mit dem heißen Sitz anfreunden konnte, was durch Kommentare wie „Vorsicht! Langsamer!“ auch unterstrichen wurde. Zur 2. Halbzeit hieß es dann wieder Fahrerwechsel, denn schließlich sollte auch Klaus-Peter seinen Golf testen. Also kam es zur alt bewährten Rollenverteilung. Auf dem Asphaltteil noch sehr vorsichtig fühlte sich Klaus-Peter auf dem Schotterstück sofort in seinem Element und es kam auch noch zum Kampf mit einer roten Blechtonne. Am Ende der Wertungsprüfung wurde festgestellt, dass auch hier kein Schaden am Golf entstanden ist und dieser lediglich mit einer Kampfbemalung an der Stoßstange das Feld verließ. Von den insgesamt 42 gestarteten Teilnehmern ließen es nicht alle so vorsichtig angehen, so dass leider einige Ausfälle zu verzeichnen waren. Das Team Schiemann-Motorsport beendete den Rallyesprint mit einem dritten Platz in der Klasse und einem 33. Platz im Gesamtklassement.
Im Ergebnis war es für das Team ein Trainingstag, der sehr viel Spaß gemacht hat, in diesem Zusammenhang danken wir Anni für die gute Verpflegung, dem Team für die gute Arbeit am Golf, den Helfern und Organisatoren des Rallyesprints sowie natürlich Kai-Dieter Kölle.

Uwe Broda / Rolf Suhrke holen sich Gesamtsiege
bei der 29. und 30. Rallye Atlantis am 09.11.2008.
Anders als bei anderen nationalen B-Rallyes reisten die Teams bereits am 08.11.2008 an, denn gleichzeitig zu zwei nationalen B-Rallyes fand die 28. ADAC Rallye Atlantis mit nationalem A-Status statt. Ab 11.00 Uhr wurde von den insgesamt 48 genannten Teams die Dokumentenabnahme durchgeführt und danach ging es los auf die Strecke, um diese zu besichtigen und das Gebetbuch für den nächsten Tag zu erstellen. Die Strecken selbst waren rutschig und von Laub übersät, aber der gesamte Samstag zeigte sich freundlich mit Sonnenschein. So sollte es jedoch nicht bleiben. Während die ersten Teilnehmer der nat. A-Rallye bereits zu den ersten Prüfungen nach Neumünster fuhren, kehrten die letzten Teams der B-Rallyes vom Abfahren zurück, bereiteten sich auf den nächsten Tag vor oder fuhren teilweise noch zum Zuschauen an die Prüfungen.
Der Sonntagmorgen zeigte sich zunächst noch trocken, so dass es einigen Teams schwer fiel, eine richtige Reifenwahl zu treffen. Denn anders als bei nationalen A-Rallyes können die Teams während der insgesamt 5 Wertungsprüfungen, die eine Länge von ca. 35 km aufweisen, keinen Reifenwechsel vollführen, da kein Service vorgesehen ist. So ging es dann zur ersten Prüfung nach Kükels, wo es direkt am Start der ersten Fahrzeuge anfing zu regnen. Bereits hier zeigte sich, dass Uwe Broda / Rolf Suhrke (Hamburg) auf ihrem Golf II GTI nicht zu halten waren. Schon den als Topfavoriten mit der Startnummer 1 angereisten Olaf Müller / Katja Kalmbach, BMW 320 is, verwies er mit über eine halbe Minute Vorsprung auf die Plätze. Auch der Gesamtsieger der letztjährigen 27. Rallye Atlantis, Lars Tietjen, der mit der Kielerin Bianca Hutzfeldt auf dem Beifahrersitz unterwegs war, konnte das Tempo nicht ganz mithalten. Bereits auf der ersten Prüfung fuhr sich das Team einen Plattfuß ein und verlor hier wertvolle Zeit, die bis zum Ende nicht mehr einzuholen war. Als schnellste Dame im Feld erwies sich erneut Steffi Zorn / Andreas Karg auf ihrem Renault Clio 16 V. Jedoch hatte sie nicht das Glück, das Ziel zu erreichen, da in einer von der Rübenernte mit Matsch bedeckten Kurve nicht mehr genug Grip war und der Clio einfach geradeaus Richtung Graben fuhr, wo die Fahrt endete. Weitere Teams erwischte es auf der letzten Prüfung im Gewerbegebiet Süd in Kaltenkirchen, wie den Lokalmatadoren Günter Vogt aus Kisdorf mit seinem Fiat 188. Das Team erwischte so unglücklich einen Kantstein, dass ein Vorderrad abriss und die Fahrt schließlich an einer Tanne endete. Insgesamt erreichten 40 Teams das Ziel. Die Führung seit Anfang an nicht mehr abgegeben hat das Team Uwe Broda / Rolf Suhrke. Zur Überraschung aller jedoch reihte sich dahinter jedoch kein als Favorit angereistes Team ein, sondern ein sogenannter „Newcomer“ mit einem seriennahen VW Golf GTI. Mit einer sauberen Fahrweise und kühlem Kopf fuhren Ulrich und David Pasdzierny auf Platz 2 im Gesamt über die Zielrampe. Direkt dahinter Frank Hohmann / Ekkehard Schmidt auf ihrem schönen Ford Focus RS.  Lars Tietjen / Bianca Hutzfeldt, VW Golf II 16 V, holten sich den 4. Gesamtrang und einen guten 2. Platz in der Klasse.
Um 14.00 Uhr ging es dann für die noch übrig gebliebenen 37 Teams bei trockenem Wetter zur Nachmittagsveranstaltung, der 30. Rallye Atlantis. Bereits nach der ersten Zuschauerprüfung im Gewerbegebiet Kaltenkirchen erwischte es das Team Olaf Müller / Katja Kalmbach. Diese rissen sich an ihrem BMW die Antriebswelle ab, wodurch eine Weiterfahrt vereitelt wurde. Die Strecken waren teilweise abgetrocknet und auch besonders von Matsch belegte Kurven zeigten schienenähnliche Trockenheit. Das Tempo konnte also entsprechend erhöht werden, was sich auch auf den Spaßfaktor übertrug. Von Anfang an bestimmte auch hier das Team Uwe Broda / Rolf Suhrcke das Tempo. Jedoch anders als bei der Vormittagsveranstaltung war der aus Mulsum stammende Lars Tietjen mit seiner Beifahrerin Bianca Hutzfeldt dem Gesamtsieger auf den Fersen. Durch eine saubere und schnelle Fahrt gelang es dem Team, die am Vormittag noch auf den Plätzen 2 und 3 liegenden Teams hinter sich zu lassen. Somit fuhren Tietjen / Hutzfeldt als zweite hinter Broda / Suhrcke über die Zielrampe, gefolgt von Frank Hohmann / Ekkehard Schmidt. Leider konnte das Team Pasdzierny  aus Stockelsdorf mit ihrem PS-schwächeren Golf nicht mehr ganz mithalten, belegten aber immer noch einen hervorragenden 4. Gesamtplatz.

Kuhlmann holt Gesamtsieg beim Heidbergring-Rallyesprint

Am Vormittag hatte das Team Kuhlmann / Hutzfeldt noch mit Kühlerproblemen an ihrem Mitsubishi Evo VII zu kämpfen, bekamen diese am Nachmittag dann aber in den Griff und holten sich mit 2,6 Sekunden Vorsprung den Gesamtsieg.

Der Morgen begrüßte die nach Geesthacht zum Heidbergring angereisten Teams zunächst mit dichtem Nebel, jedoch war für den Tag noch Sonne angesagt, die dann auch am Nachmittag langsam durch die Wolken kam.

Aus motorsportlicher Sicht war an dem Wochenende, was die Sparte Rallye anging, zwar viel los mit dem Masters Lauf in Niedersachsen und der Thüringen Rallye, dennoch konnte beim veranstaltenden Norderstedter AMC das Vorjahresnennergebnis mit insgesamt 40 Nennungen übertroffen werden.
Der Rallyesprint selbst bestand traditionsgemäß aus insgesamt 6 Wertungsprüfungen mit einer Gesamtlänge von ca. 35 km, wobei die letzten 3 Prüfungen in entgegen gesetzter Richtung zu fahren waren.
Als Gesamtsieganwärter waren unter anderem Gerrit von Wieding / Alex Dück auf ihrem starken BMW M3, Stefan Göttig / Achim Neurath mit ihrem Ford Escort Maxi Kit Car sowie Thorsten Kuhlmann / Bianca Hutzfeldt auf Mitsubishi Evo VII angereist, die sich bereits auf den ersten Prüfungen einen Sekundenkampf lieferten. Die ersten drei Prüfungen konnten Stefan Göttig / Achim Neurath eine Bestzeit nach der anderen für sich verbuchen und starteten mit einem Vorsprung von 3,4 Sekunden auf den an zweiter Position liegenden Thorsten Kuhlmann, der von Beginn an mit Kühlerproblemen an seinem Evo zu kämpfen hatte, nach der Mittagspause in die zweite Hälfte.
Einige Teams hatten nicht das Glück, ihre Fahrzeuge heil in die 2. Runde zu retten. So mussten Hajo Rochlitz / Benjamin Rochlitz ihren Opel Astra nach WP 3 mit technischem Defekt abstellen. Auch Holger Stamm, der nicht nur mit einem neuen Beifahrer, Matthias Bremer, sondern auch mit einem vor wenigen Tagen neu erworbenen Manta 2.0 16 V angereist war, musste diesen mit Motorproblemen vorzeitig abstellen. Ebenfalls „erwischte“ es den Newcomer Markus Drümmer und seine Beifahrerin Johanna Becker, die mit ihrem vom ADAC gestellten Dacia Logan ein wenig zu schnell um die Ecke kamen, einen Hang hinauffuhren und sich hierbei das Rad sowie die Antriebswelle abrissen.
Während der Asphalt am Vormittag noch feucht vom Neben war und die Teams mit fehlendem Grip zu kämpfen hatten, war die Strecke am Nachmittag so weit abgetrocknet, dass es den Teams immer besser gelang, eine gute Linie zu finden. Besonders gelang dies am Nachmittag dem Team Kuhlmann / Hutzfeldt, die mit aufgedrehter Heizung wegen den besagten Kühlerproblemen eine Aufholjagd auf Göttig / Neurath starteten und mit drei aufeinanderfolgenden WP-Bestzeiten und letztlich einem Vorsprung 2,6 Sekunden den Gesamtsieg vor Stefan Göttig / Achim Neurath holten. Den dritten Gesamtrang belegten Gerrit von Wieding / Alex Dück vor Peter Grelck / Gerd Brudermann, die auf einem geliehenen BMW 320 is unterwegs waren.

 

1.  Thorsten Kuhlmann / Bianca Hutzfeldt, Mitsubishi Evo VII      15:59,5
2.  Stefan Göttig / Achim Neurath, Ford Escord Maxi Kit Car      00:02,6 Diff.
3.  Gerrit von Wieding / Alex Dück, BMW M3 E30                      00:07,4 Diff.
4.  Peter Grelck / Gerd Brudermann, BMW 320 is                     00:30,3 Diff.     
5.  Stefanie Zorn / Andreas Karg, Renault Clio 16 V                 00:42,8 Diff.

1. ADAC Ostsee-Rallye 05./06.09.2008
Team Hartwig / Hutzfeldt, Start-Nr. 47

Die 1. ADAC Ostsee-Rallye begrüßte die Teilnehmer am Freitag mit einem strahlenden Wetter. Die Wertungsprüfungen wurden bereits am Freitag abgefahren und der Aufschrieb für den nächsten Tag erstellt. Die Prüfungen selbst waren gewohnt anspruchsvoll. Ebenso hatten es die neuen Prüfungen in sich und gleichfalls die an die bekannte Prüfung „Roge“ angehängten Kilometer, die sich vom Charakter her super anschlossen. Für Norbert Hartwig war es die erste A-Rallye, die er mit seinem BMW 318 is unter die Räder nehmen wollte. Seit 2005 ist er mit seinem BMW auf den „kleinen Rallyepisten“ in Norddeutschland bereits unterwegs. Nun stand die nächste Herausforderung an und auch er musste beim Abfahren der Prüfungen feststellen, dass die Prüfungen im Vergleich zu 200er Rallyes wesentlich anspruchsvoller waren und auch die Kondition des Teams mehr gefordert ist. Bereits am Samstag morgen war sich das Team trotz am Vortag angesagtem Regen einig, dass Trockenreifen aufgezogen wurden, was sich als gute Wahl herausstellte. Die erste zu absolvierende Prüfung mit Start in Weißenhaus wies bereits trockene Streckenabschnitte auf, jedoch war es, wo die Bäume Schatten auf die Straße warfen sehr rutschig und bereits die ersten Teilnehmer rutschten von der Prüfung oder verloren wertvolle Zeit. Das Team Hartwig / Hutzfeldt hingegen nutzte die erste Prüfung, sich aufeinander abzustimmen und die neuen Reifen zu testen. Bereits auf der 2. Prüfung und dem sich anschließenden Rundkurs auf dem Truppenübungsplatz Putlos stellte sich heraus, dass die Reifen Grip hatten und das Zusammenspiel im Auto anstandslos funktionierte. Bereits zur Halbzeit konnte das Team auf den 8. Platz in der Klasse von 12 gestarteten Teams klettern und überzeugte durch konstanten Speed und eine fehlerlose Fahrt.  Am Nachmittag ging es dann u.a. zum Zuschauerrundkurs am Neustädter Hafen. Hier jedoch öffnete der Himmel seine Pforten und es regnete wie aus Kübeln. Gerade noch rechtzeitig gelang es dem Service Team um Norbert Hartwig, Regenreifen aufzuziehen. Der Start zum Zuschauerrundkurs erfolgte als fliegender Start bestehend aus einer Gruppe von 4 Fahrzeugen mit jeweils 5 Sekunden Abstand. Hier gelang es dem Team Hartwig / Hutzfeldt bereits in der 2. Runde, den vor sie fahrenden Dänen im Peugeot zu überholen und den folgenden Allrad-BMW in Schach zu halten. Die letzte Prüfung Karlshof musste das Team dann aufgrund zeitlicher Verzögerungen im Dunkeln absolvieren. Hinzu kam, dass es nach der Hälfte der Strecke wieder anfing, heftig zu regnen und die Windschutzscheibe derart beschlug, dass eine Sicht so gut wie unmöglich war. Dennoch gelang es dem Team, einen kühlen Kopf zu bewahren. Sie brachten den BMW sicher ans Ziel und fuhren trotz der widrigen Umstände noch eine gute Zeit. Im Ergebnis konnte das Team einen 28. Gesamtrang von 53 gestarteten Teams für sich verbuchen. In der Klasse der Division 5 erreichte das Team den 4. Platz und wurde für diese Leistung noch mit einem Pokal belohnt.

Kuhlmann / Hutzfeldt  holen Gesamtsieg beim Holsten-Doppel

Team Kuhlmann präsentiert sich nach der Revision des Mitsubishi Evolution VII in neuem rot-silbernen Outfit und will so auch optisch beim Rallye-WM-Lauf in Deutschland „punkten“. Dies gelang dem Team Kuhlmann / Hutzfeldt bereits am 02.08.2008 bei der Holsten Rallye. Maßgeblich sollte die Rallye-Doppelveranstaltung dazu genutzt werden, sich auf den WM-Lauf in Deutschland vom 14. - 17.08.2008 vorzubereiten und einige Tests durchzuführen. Nach Hause fuhr das Team dann hoch motiviert mit einem Gesamtsieg über die Doppel-Veranstaltung.

Mit Sommer und Sonne präsentierte sich die 36. und 37. ADAC Holsten Rallye im holsteinischen Oldenburg. Auf den jeweils 4 Wertungsprüfungen erwarteten die Piloten neben Asphalt auch 10 % Schotter, die ausschließlich auf dem Truppenübungsplatz Putlos zu absolvieren waren.

Die 34 Teilnehmer der Vormittagsveranstaltung sorgten bereits in der ersten Wertungsprüfung für viel Action, wobei leider auch mehrere Ausfälle zu verzeichnen waren. Das trockene Wetter und eine gute Brise sorgten auf den Schotterpassagen für viel Staub, der es den Piloten nicht immer einfach machte, die Ideallinie zu fahren. Bereits beim Auftakt-Rundkurs setzte der gut aufgelegte Hamburger Thorsten Kuhlmann mit seiner Kieler Beifahrerin Bianca Hutzfeldt eine WP-Bestzeit-Marke, die ihnen sogleich einen 2-Sekunden-Vorsprung einbrachte. Auf der zweiten und dritten Prüfung musste sich das Team im Sekunden- bzw. Hundertstel-Sekunden-Duell erst von Olaf Müller / Katja Kalmbach auf BMW 320 is, die als Favoriten angereist waren, und dann von Stefanie Zorn / Andreas Karg auf Renault Clio geschlagen geben. Auf der 4. und letzten Prüfung schlug das Team jedoch wieder zurück und holte sich im Ergebnis mit 10 Sekunden Vorsprung auf den Zweitplazierten Uwe Broda / Rolf Suhrcke im Golf II 16 V den ersten Gesamtsieg.  Den dritten Gesamtrang belegte Stefanie Zorn / Andreas Karg vor Olaf Müller / Katja Kalmbach.

Am Nachmittag, der 27. ADAC Holsten Rallye, gingen nur noch 25 Teilnehmer an den Start. Auch hier lieferten sich Thorsten Kuhlmann und Olaf Müller ein Schlagabtausch-Duell und gaben eine Bestzeit nach der anderen vor. Im Ergebnis konnten Olaf Müller / Katja Kalmbach ihrer Favoritenrolle gerecht werden und die Rallye mit einem Wimpernschlag von nur 0,5 Sekunden Vorsprung für sich entscheiden vor Thorsten Kuhlmann / Bianca Hutzfeldt, denen ein Dreher auf der letzten WP wertvolle Zeit gekostet hatte. Dritte wurden Uwe Broda / Rolf Suhrcke vor Henrik Hanser / Stefan Groth im BMW 318 is. Rang 5 ging an das Team „Michl“ Meyer / Daniel Rohde aus Lübeck.

Ebenfalls an den Start gingen Fahrzeuge des „Historic-Rallye-Cup“. Dort siegten Björn Weiß auf Mitsubishi Lancer Turbo, vor Lothar Köhler (Opel Kadett C) und Horst Schmidt (BMW 2002 Tii).  Auch mit von der Partie waren Fahrzeuge nicht ausgeschriebener Klassen, die Demo-Fahrten absolvierten. Bereits auf der ersten Wertungsprüfung musste Mario Dupke aus Kiel seinen Toyota MR 2 mit technischem Defekt abstellen, Johannes Treimer hatte bei seiner Toyota Celica einen Motorschaden zu verzeichnen, den Dänen Ib Kragk mit Renault Clio Super 1600 ereilte ebenfalls ein technischer Defekt und auch Sönke Milon begrub seine Zeiten in einem Graben, aus dem er den Mitsubishi Evo IX nicht aus mehr eigener Kraft herausbekam. Er hingegen war der Einzige der Demo-Fahrer, der zu Beginn der zweiten Veranstaltung wieder an den Start gehen und die Rallye beenden konnte.

Ergebnisse unter: www.rallye-events.de

 

Gemischte Gefühle oder: RXT-Wochenende auf dem Estering am 20. Juli 2008
Die Wettervorhersage hatte für dieses Wochenende keine guten Prognosen. Regen und Gewitter waren angesagt. Samstagmittag haben wir uns dann auf den Weg zum Estering gemacht. Bereits auf der Autobahn sintflutartige Regenschauer, aber zwischendurch lächelte auch mal die Sonne aus den Wolken. Mit gemischten Gefühlen waren wir also bereits unterwegs. Am späten Nachmittag sind wir dann in Buxtehude angekommen. Inzwischen regnete es auch wieder. Pavillonaufbau sowie Dokumenten- und technische Abnahme absolvierten wir dennoch erfolgreich. Die Fahrerbesprechung fand zum Glück überdacht statt. Zum Grillen hatten wir dann wieder gutes Wetter und wir hatten dann doch noch einen gemütlichen Abend. Am nächsten Morgen strahlte wider Erwarten die Sonne. Die beiden freien Trainings verliefen ohne Probleme. Auch das Zeittraining absolvierten wir recht anständig. Wir waren zufrieden. Der erste Wertungsverlauf verlief nicht ganz so gut für uns. Nachdem Stefan Keller mit seinem Corsa gegen die Gummibande vor der Sparkassenkurve geprallt war, fuhr er uns direkt vor die Nase. Um das Blech an beiden Fahrzeugen nicht unnötig zu verformen, bremste unser Kutscher mit Stefan „Dieder" Diederich den Golf soweit herunter, dass dabei der Motor abstirbt. Lange Sekunden vergehen, bis sich der Golf zum Weiterfahren überreden lässt. Die Zeit war natürlich nicht wieder einzuholen. Auch Thomas muss seinen roten Golf am Eingang zur Höhengeraden abstellen – Getriebeschaden, wie sich später herausstellt. Die Freude über das schöne Wetter mischte sich mit kurzzeitigem Ärger über das Abwürgen. Aber weiter geht`s – kann nur besser werden. Am Vorstart zum 2. Wertungslauf fing es dann zu allem Überfluss an zu schütten. Unsere Mission war klar: ankommen. Dieser heftige Schauer wirbelte anschließend das gesamte Klassement durcheinander. Erstaunlicherweise kamen wir mit dem Wetter ganz gut zurecht, auch wenn wir feststellen mussten, dass unsere Scheibenwaschanlage ihren Dienst verweigerte. Am Ende der langen Geraden sind wir dann immer durch eine Pfütze gefahren, so dass ausreichend „Wischwasser" aufgewirbelt wurde. Den 3. Wertungslauf konnten wir dann wieder im Trockenen fahren. Ein Blick auf die Zeiten nach dem 3. Lauf zeigte uns dann, dass wir Treppchenplatz 3 in der Klasse errungen und sogar noch einen Platz im B-Finale bekommen hatten. Die Freude im Team war entsprechend groß. Außerdem wurden wir gefragt, ob wir nicht Zuschauerfahrten machen wollten. Klar wollten wir. Kurzerhand reifte die Idee, dass unser Co. Biggi diese Fahrten machen kann. Wir haben dann kurz mit den Verantwortlichen geklärt, ob das einfach so möglich ist. Es war möglich. Also schlüpfte Biggi kurzerhand in ihre Fahrerklamotten. Auf der Startplatte wurde Biggi dann ein junger Mann zugeteilt, der mit ihr sein Rallycross-Debüt erleben durfte. Biggi zeigte, dass sie auch auf dem anspruchsvollen Geläuf des Esterings ein Auto bewegen kann. Beide waren hellauf begeistert. Das Team übrigens auch! Am Ende gab`s für den unbekannten Beifahrer noch ein Poster mit Autogramm als Erinnerung an ein für ihn einmaliges Erlebnis. Inwieweit sich unser Co. mit dem RX-Virus infiziert hat? Wir wissen es nicht. Näheres werden die Nennungslisten in der kommenden Saison zeigen. Doch zurück zum Geschehen: Uns war klar, dass wir das B-Finale nicht gewinnen können. Also wollten wir es „langsam" angehen lassen und einfach nur unseren Spaß haben. Der Start erfolgte, von hinten konnte Dominik Eichelberg gleich nach vorne durchfahren, doch auch Karsten Kunstmann hat einen sehr guten Start und setzt sich mit seinem Golf II an die Spitze. Wir sortierten uns auf Platz 5 ein. Dominik muss seine Fahrt jedoch gleich ausgangs der Sparkassen-Kurve unfreiwillig beenden. Kurze Zeit später kann Winrich Schwarz an Karsten vorbeiziehen und wir an Stefan Keller, so dass wir zwischenzeitlich auf Platz drei sind. In der nächsten Runde will Karsten in der Sparkassenkurve wieder an Winrich vorbei, doch Karsten ist zu optimistisch und kommt an die Böschung. Dabei geht die Lenkung seines Golfs kaputt und er muss diesen kurze Zeit später am Streckenrand abstellen. Das ganze passiert an der Sparkassenkurve. Hier wird an Streckenposten 2 immer noch die gelbe Flagge wegen Dominik`s BMW gezeigt. Weil Karsten langsamer wird, ziehen wir an ihm vorbei. So auch Stefan mit seinem Corsa. 2 Runden lang versuchen wir nun, noch Druck auf Winrich auszuüben, schaffen es aber nicht, an ihm vorbei zu kommen. Winrich gewinnt das B-Finale und steigt damit in das A-Finale auf. Wir hatten einen Riesenspaß und freuten uns über diesen persönlichen Erfolg. Den Zuschauern hat es auch gefallen, wie man unschwer erkennen konnte. Stolz und freudestrahlend stellten wir unser Auto im parc fermé ab. Dort wurden Stefan und wir aufgefordert, zur Rennleitung zu kommen. Was war passiert? Die Sportkommissare klärten uns schnell auf. Die gelbe Flagge in der Sparkassenkurve! Wir hätten Karsten an dieser Stelle nicht überholen dürfen, auch wenn er einen technischen Defekt hatte. Dieser Fauxpas bescherte uns einen Wertungsauschluss. Wertungsausschluss für die gesamte Veranstaltung, obwohl die Finalläufe in der Trophy nur bedingt zur Veranstaltung gehören. Aber so ist nun mal das Reglement. Unsere Freude bekam zunächst einen gehörigen Dämpfer. So schnell mischt sich Freude mit Ernüchterung. Aber im Großen und Ganzen haben wir als Team wieder einmal ein tolles Rennwochenende erlebt und bis zum Schluss unseren Spaß gehabt!!

43. ADAC Visselfahrt / XVII. ADAC Rallye „“ Buten un´ Binnen
Team Borowski / Hutzfeldt

Erneut habe ich bei Harald Borowski auf dem „heißen Sitz“ seines Skoda Fabia RS Diesel Platz nehmen dürfen und wir sollten erneut  das IVG-Gelände unsicher machen. Angereist sind wir bereits am Freitag und konnten bei wunderschönem Wetter die Rallye abfahren und unseren Aufschrieb erstellen. Alles klappte gewohnt problemlos. Für die Fahrt hat Klausi mir das Servicemobil zur Verfügung gestellt, in dem ich auch geschlafen habe. Nochmals 1000 Dank dafür!! Samstagmorgen dann beim Aufstehen der erwartete Regen. Also: Regenreifen fix montiert und auf zur ersten Veranstaltung. Die Straßen und Wege hatten sich im Gegensatz zum Vortag zu Rutschbahnen verwandelt und so schlitterten wir durch den Wald. Hin und wieder rutschten wir ein Stückchen zu weit und mussten auch das ein oder andere Mal zurücksetzen, um wieder auf die Strecke zu gelangen. Gott sei Dank ist hier nie etwas Schlimmeres passiert, Harald hatte alles im Griff und wir waren natürlich nicht die Einzigen, die mit solchen Problemen zu kämpfen hatten. Unser Ziel war, das Auto heil durch´s Gelände zu tragen und am Ende der Veranstaltung anzukommen. Denn: Weniger ist manchmal mehr. Und genauso spiegelte es sich dann im Ergebnis auch wider. Wir konnten uns gegen die Volvo-Fraktion in der Gruppe N4 mit 11 Teilnehmern gut durchsetzen und landeten auf einem guten 3. Platz und einem 35. Platz im Gesamtklassement von über 100 gestarteten Teams.
So konnten wir also motiviert in die Nachmittagsveranstaltung starten, wo wir ob der dunklen Wolken die Regenreifen montiert ließen. Im IVG-Gelände angekommen mussten wir feststellen, dass die Strecken entgegen unserer Erwartungen abgetrocknet waren und nur noch vereinzelte Stellen feucht und rutschig waren. Aber da mussten wir jetzt durch. Die ersten zwei Prüfungen liefen problemlos, jedoch machten sich die Reifen bemerkbar und so passierte es dann auch auf der 3. Prüfung, dass wir geradeaus zwischen zwei Bäume rutschten und feststeckten. Ich hatte meinen Aufschrieb schon beiseite gepackt, da es eigentlich klar war „jetzt ist vorbei“. Aber: Wer hätte mit so motivierten und engagierten Streckenposten gerechnet?! Olaf Müller, Nils Heitmann und 4 - 5 andere Helfer gaben alles, um uns da wieder rauszubekommen. Wir sollten sitzen bleiben, wurden schließlich mit dem Bus am Abschleppseil rausgezogen und konnten so die Prüfung zu Ende fahren. Wirklich super Einsatz Jungs u. nochmals vielen Dank!! Natürlich wollten wir uns mit einer Zielankunft erkenntlich zeigen und im Lokal noch was zu trinken ausgeben, jedoch sollte es anders kommen, als geplant… OK, die Zeit war zwar hin, jetzt ging es nur noch um den Spaß. Entsprechend motiviert in die 4. Prüfung gestartet, wo wir uns dann leider einen Plattfuß vorne rechts einfuhren und uns mit lautem Gerumpel ins Ziel retten konnten. Dort angekommen fix das Reserverad aufgezogen und zur nächsten Prüfung. Uns war klar: Mit differierender Reifengröße des Reserverades und anderem Profil war hier nichts mehr zu holen. Also: Ankommen. Genauso fuhren wir dann los. Ruhig, sinnig und darauf bedacht, anzukommen. Leider passierte es dann, dass wir bei einer sehr ausgefahrenen Kurve links cutten mussten und eine scharfe Kante erwischten. Wieder Plattfuß! Harald war der Meinung vorne - ich hingegen hatte das Gefühl hinten. Wir sind dann in die Auslaufzone gefahren und mussten feststellen, dass die Reifen sowohl vorne, als auch hinten auf der linken Seite beide platt waren. Aus und vorbei. Wir wurden dann im Feuerwehrwagen zum Serviceplatz gebracht, haben das Auto geholt und aufgeladen. Dementsprechend spät kamen wir im Ziellokal an und konnten und auch nicht mehr ob der Hilfe in WP 3 erkenntlich zeigen. Der Beginn der Siegerehrung ließ wie im letzten Jahr auf sich warten und ich selbst habe dann wegen der bevorstehenden langen Fahrt frühzeitig die Rückfahrt angetreten. Ansonsten: Zwei gewohnt kompakte Veranstaltungen mit äußerst anspruchsvollen Prüfungen.

Bericht Rallye Stemweder Berg 2008
Team Heitmann / Hutzfeldt

Eine neue Rallye - ein neuer Fahrer: Nils Heitmann. Der, der eigentlich schuld daran ist, dass ich überhaupt mit dem Motorsport (Slalom) angefangen habe. Gerade aus diesem Grund und der Tatsache, dass ich schon immer ein Fan seines Fahrstils war, habe ich mich besonders auf diese Rallye gefreut. Sein Stammbeifahrer Daniel Hammerich konnte aus gesundheitlichen Gründen leider nicht fahren, so dass ich eingesprungen bin.
Wir reisten rechtzeitig am Freitag an und waren sofort begeistert vom Serviceplatz sowie der kompetenten Einweiser. Hier kannte man sich aus. Auch im weiteren Verlauf stellte sich heraus, dass die Orga u. der Zeitplan super organisiert war. Also fix den Service - oder vielmehr die „Wohlfühloase“ im Karibik-Flair aufgebaut u. ganz entspannt los, die Wertungsprüfungen abfahren. Leider waren die Wertungsprüfungen nicht so, wie wir uns das vorgestellt hatten. In diesem Zusammenhang: Ein paar mehr Kurven wären wirklich schön gewesen, erstrecht, wenn man kein PS-Monster bewegt. Und so hatten wir in unserem Aufschrieb beispielsweise „1 km Route 66 R2!“ stehen (Spaß muss sein u. den hatten wir reichlich!!).
Am Samstagmorgen ging es dann zur ersten Prüfung, wo es für uns noch super lief und wir auch mit der gefahrenen Zeit zufrieden waren. Bereits auf der zweiten Prüfung ließ die Wirkung der Bremse nach u. wir hatten Bremsflüssigkeitsverlust zu beklagen. Also:  So gut es ging noch die 3. Prüfung überstehen und dann ab in Service, mal sehen, was man machen kann. Die Düsen am Bremssattel wurden also noch fester geschraubt, Bremsflüssigkeit aufgefüllt…. hoffen wir, dass es hält. Auf der 4. Prüfung wurde dann also erstmal angetestet, ob die Bremse wieder voll funktionstüchtig war. Alles klar, die Bremse tat wieder ihren Dienst. In der nächsten Prüfung (WP 5) ließ nicht nur das Bremspedal- sondern auch die -wirkung erneut nach. Die 6. Prüfung (20 km Rundkurs) fuhren wir dann fast ohne Bremse zu Ende, die 90°-Kurven nahm Nils im Drift mit der Handbremse und immer ein Blick dafür, wo wir eine Auslaufzone nehmen könnten, für den Fall, dass die Bremse zu 100 % ausfällt - in diesem Zusammenhang nochmal: Mein Respekt! Trotz allem habe ich mich zu keiner Zeit unwohl im Cockpit gefühlt - Nils hatte die Situation jeder Zeit unter Kontrolle.
Wir fuhren also wieder in Service und hatten - auch aus Sicherheitsgründen - uns dazu entschlossen, aufzugeben. Hermann Heitmann war mit vollem Eifer dabei, die Bremse dennoch wieder flott zu bekommen und irgendwann kam dann der Zuruf „sie geht wieder“. Was jetzt?!?! Doch noch fahren?! Unsere Stempelzeit war natürlich schon längst abgelaufen, aber unsere Karenzzeit lief noch. Was tun?! Man kann ja noch einmal testen fahren, damit man weiß, ob die Bremse denn jetzt funktioniert. Also mit 12 Minuten Verspätung ran an die ZK „Service out“ und weiter zur 7. Prüfung - als letztes Fahrzeug mit dem Spruch „wir sind das Letzte“ an den Start gerollt. Die Bremsen erfüllten wieder ihren Dienst und wir fuhren Runde um Runde als einziges Fahrzeug den Rundkurs auf WP 7. Prima. Die Zeit war zwar dahin, aber wir konnten noch in Wertung kommen... also auf zur WP 8. Leider kam es dort so, wie es eigentlich vorauszusehen war: Die Bremse wurde wieder weich und wir verloren Bremsflüssigkeit. Also: Aus und Vorbei und zurück in Service.
Mein Fazit für diese Veranstaltung trotz des Ausfalls:
200 % super Service im „Karibik-Flair“ mit lauter netten Besuchern und lecker Essen,
200 % Spaß im Cockpit,
200 % Einsatz.
Ergebnis: Wenn mal wieder Not am Mann sein sollte, springe ich gerne wieder ein.

Bericht Mobil Pegasus Rallye Sulinger Land 2008
Team Borowski / Hutzfeldt

Für mich das erste Mal auf einem Diesel, das erste Mal die Sulingen Rallye und mit einem für mich neuem Fahrer, der jedoch in der norddeutschen Rallyegeschichte ein Urgestein dargestellt: Harald Borowski. Sein Stammbeifahrer und gleichzeitig jüngster Sohn war wegen bevorstehender Abschlussprüfungen verhindert und so sollten wir die Sulingen Rallye unter die Räder nehmen. Das Abfahren am Freitag klappte problemlos, abgesehen von Motivationsdefiziten von Haralds Seite, als zwischendurch ein kurzer aber kräftiger Regenschauer einsetzte. Für Samstag war Sonne vorausgesagt - die Rallye konnte also nur gut werden.
Und genauso war es dann auch. Der Samstag begrüßte uns mit einem strahlenden Sonnenschein und es ging los zu den ersten 4 Prüfungen - zwei davon auf dem berühmt berüchtigten IVG-Gelände, wo wir auch gleich einen Reifen opfern mussten. Die ersten Prüfungen wurden genutzt, sich aufeinander abzustimmen, was dann in den darauffolgenden Prüfungen auch gut umgesetzt und mit Zeiten, die um eine halbe Minute besser waren als zuvor, belohnt wurde. Ein Aha-Erlebnis mussten wir auf WP 14 verzeichnen, als sich das Auto in sehr ausgefahrenem Schotter  seitlich hochstellte und wir wieder vorne rechts hart aufschlugen - aber der Reifen hielt und weiter ging die Fahrt! Bemerkenswert, wie robust so ein Skoda ist! Da wir in der Diesel-Klasse das leistungsschwächste Auto hatten, zudem noch als einzige mit der kleinen Bremse ausgestattet waren, war unser erklärtes Ziel: Ankommen. Genau das haben wir, im Gegensatz zu vielen anderen, auch geschafft und waren im Ergebnis mit dem 7. Platz in der Division und dem 42. im Gesamt (von 114 gestarteten Teams) sehr zufrieden.

Fazit: In der HJS-Diesel-Masters-Gruppe herrscht eine super Stimmung, wo ich mich sehr wohl gefühlt habe - allerdings fehlte mir bei den Fahrzeugen ein bisschen der Sound ;))
05.05.2008

 

 

 

 

 

Bildquelle: www.ckworks.de

 

Rennbericht vom 2. Lauf zur DRX-Trophy auf dem Estering am 26./27. April 2008

Auch zum 2. Lauf sind wir bereits am Freitag angereist, um noch einen guten Platz im Fahrerlager zu bekommen und die Möglichkeit zu nutzen, noch am Freitag Dokumenten- und technische Abnahme hinter uns zu bringen. Nachdem wir alles aufgebaut und die Formalitäten hinter uns gebracht hatten, haben wir den Abend dann gemütlich ausklingen lassen. Nach einer kalten Nacht ging es dann am Samstag um 10.00 Uhr bei herrlichstem Wetter mit der Fahrerbesprechung los. Es folgte um 10.45 Uhr das freie Training. Vorsichtiges Probieren. Um 13.30 Uhr begann das Zeittraining. 14. im Gesamt und 3. in der Klasse, das war angesichts des Starterfeldes schon ok. Nach dem 1. Lauf hatte es jedoch gerade noch auf Platz 4 gereicht. Thomas hatte uns gute anderthalb Sekunden gegeben, obwohl wir ihm noch gesagt haben, er soll nicht so rasen. Somit war dann auch die Startaufstellung für den 2. Lauf festgelegt. Doch der sollte erst am Sonntag folgen. Am Samstag haben wir dann noch Besuch von Freunden bekommen und mit ihnen einen gemütlichen Abend im Fahrerlager verbracht. Das Team hat sich sehr über den Besuch gefreut! Das Warm Up am Sonntagmorgen um 08.15 Uhr war alles andere als aussagekräftig. Aber wie Biggi souverän und trocken festgestellt hat „war ja nur zum aufwärmen“. Richtig heiß wurde es dann im 2. Heat. Vor uns hatten wir Thomas, den wir überholen mussten, wenn wir die verlorenen Sekunden des 1. Laufs wieder gut machen wollten. So sollte es dann auch sein, wir sind recht schnell dran gewesen, aber dran ist nicht vorbei. Bereits in der ersten Runde vernahm ich durch ein lautes „ist das geil!“, dass auch Biggi Spaß an diesem Lauf hatte. Nach einem schönen und fairen Kampf sind wir dann in Runde 4 an Thomas vorbeigekommen. Den Zuschauern hat es jedenfalls sichtlich Spaß gemacht. Im Dritten Lauf sollten wir dann unsere Zeit bestätigen, wenn wir Dritter in der Klasse bleiben wollten. Gesamt waren wir nach dem 2. Lauf elfter, so dass wir im 3. Lauf Startplatz 1 hatten. Beherzt und bemüht haben wir auch diese Aufgabe erfüllt, auch wenn dies mit Thomas Kirchhoff auf seinem MG ZR im Nacken nicht ganz einfach war. Es war geschafft. Platz 3 in der Klasse und ein Startplatz in Reihe 2 für das B-Finale. Reihe 1 füllten Uli Riese und Martin Kretzer. Reihe 2 belegten die Schiemänner und in Reihe 3 standen Nathalie Depping und Andres Maschkötter, der ins Finale gerückt war, weil Winrich auf einen Start verzichtet hat. Uli hat uns auf der Startplatte dann noch gezeigt, wie man in 3 Minuten bei einem Polo, ein gerissenes Kupplungsseil wechselt. Nachdem wir überraschender Weise sehr gut gestartet sind, haben wir uns aus dem Getümmel in der Sparkassenkurve doch lieber rausgehalten und waren auf Platz 5. An Andres zogen wir schnell wieder vorbei, da dieser technische Probleme hatte. Wir haben dann den gelben Depping-Seat gejagt, der sich nach Farbaustausch mit dem Maschkötter-Volvo auf Platz 3 vorgeschoben hatte. Was folgte war ein Kampf um den 3. Platz. Überholversuche unsererseits wurden durch „heftiges Tür zu machen“ und fahren auf der „Kampflinie“ zunächst erfolgreich vereitelt. In Runde 6 kam Nathalie Depping von ihrer Linie ab, so dass wir vorbeiziehen konnten. Jedenfalls wollten wir es gerade versuchen, als sie sich von außen wieder vor uns schob. Dabei berührten sich die Stoßstangen und es kam zur Drehung des Depping-Seats. Uli fuhr mit einem ungefährdeten Start und Ziel Sieg ins A-Finale. An dieser Stelle noch mal herzlichen Glückwunsch zum Klassensieg! Wir hatten bei kaiserlichem Wetter, einer tollen Organisation und einem toll umgebauten Fahrerlager ein herrliches Rennwochenende. Es war einfach GEIL! Wir danken allen, die dazu beigetragen haben. Ich danke an dieser Stelle auch noch besonders meinem Team für das tolle Wochenende. Das Fahren mit Biggi als Co. hat wieder einmal Riesenspaß gemacht. Danke.

 

ADAC Hessen Rallye Vogelsberg - Team Kuhlmann / Hutzfeldt

Leider wurde die Vorfreude auf den 2. Lauf zur Deutschen Rallye Meisterschaft in der Burgenstadt Schlitz in Hessen im Vorwege schon gebremst. Direkt vor dem Start zur ersten Prüfung am Freitagabend in Willofs taten sich Kupplungsprobleme auf und es war nicht möglich, die gewohnten Zeiten zu fahren, womit das Team Kuhlmann / Hutzfeldt nach der ersten Wertungsprüfung auf den 53. Platz im Gesamt verwiesen wurde. Zurück im Service konnten die Probleme behoben werden. Der 2. Tag ging dann morgens direkt mit einem Reifenpoker los, da sich zwar erste Tropfen auf der Scheibe zeigten, die zu fahrenden Prüfungen jedoch bis zu 40 km entfernt waren. Das Team Kuhlmann entschied sich für Intermediates und war mit der Wahl zufrieden. Als dann auf dem Rückweg der Wertungsprüfungen 2/4 und 3/5 immer mehr Regen einsetzte, wurden Regenreifen im Service aufgezogen und es ging zurück, um die Prüfungen ein zweites Mal zu fahren. Die 27 km lange Prüfung „Schottenring“ konnte das Team im Gegensatz zum Vorjahr und vielen Mitstreitern ohne Plattfuß beenden, hatte jedoch in der Prüfung mit einsetzendem Regen, trockenen Abschnitten sowie von WRC´s ausgefahrenen Kurven zu kämpfen. Nun konnte es bei seichtem Regen und teilweise abtrocknenden Strecken zu den Prüfungen in Schlitz und Niederaula, den „richtigen“ Schotterprüfungen, gehen. Auch hier lief alles rund und die Schotterabschnitte zeigten sich im Gegensatz zum frühen Morgen als sehr gut befahrbar. Im Ergebnis konnte das Team Kuhlmann / Hutzfeldt sich von Platz 53 bis auf den 25. Gesamtrang vorkämpfen. In der DRM(Deutsche Rallye-Meisterschaft)-Wertung der Rallye landeten Kuhlmann / Hutzfeldt auf den 15. Platz.

22.04.2008

 
Bericht Wikinger Rallye 2008

Am Freitag morgen ging es nach Schleswig - zunächst die Abfahrunterlagen abholen u. ab zur Besichtigungsrunde. Die Zeit hierfür war sehr gut geplant u. man hatte in Ruhe Zeit, die Prüfungen 2 x zu besichten.Freitag abend dann im Dunkeln Showstart vor der Kulisse des Schlosses Gottorf in Schleswig und los zur ersten Prüfung nach Lottorf. Am Vorstart angekommen hieß es zunächst einmal warten, da ein Anwohner, der von einer Dialysebehandlung kam, nach Hause wollte. Also Rundkurs leerfahren lassen, warten bis der Anwohner zu Hause war u. endlich durften wir als zweites Fahrzeug wieder auf die Strecke. Spannend an diesem Rundkurs waren zwei Stellen - eine ca. 800 m lange Gerade, die mit einer L2 endete. Wie wir nach ca. 500 m und knapp 200 km/h auf der Uhr feststellten, wies die Gerade Bodenwellen auf, die bei Tag nicht richtig zu sehen oder merken waren und unser Drehzahlmesser ging kurzweilig nach oben, was bedeutete, dass wir wohl alle 4 Räder in der Luft haben mussten. Die zweite Stelle war das "Schotter"- .... oder soll ich lieber sagen "Matsch"-Stück?!?!  Auch hier war eine Kurve drin, die es in sich hatte. Zunächst dachte man, dass es einen herausträgt, dann hakte das Fahrzeug regelrecht in der Spur ein u. grub sich voran - einfach genial! Zurück zum Service und für diesen Tag "Feierabend.

Samstag war ja auch noch ein Tag. Dieser begrüßte uns zunächst mit Regen - also Reifenwechsel und los zur 2. Prüfung. Dort angekommen, hieß es zunächst einmal wieder warten. Hier hörten wir dann, dass u.a. Mario Dupke den Nullwagen "weggeschmissen" hätte u. wir sollten aufpassen, die Strecke sei wie Schmierseife. Also ran an Start und los. Und in der Tat: Die Strecke hatte es in sich! Das Fahrzeug hatte zwischenzeitlich eine braune Farbe angenommen, wir rutschten einmal ein bisschen in die Büsche, aber der Allrad grub uns wieder raus und weiter. Am Ende der Prüfung hieß es noch Porsche jagen u. wir verließen die Strecke mit einem breiten Grinsen im Gesicht.

Jetzt ging es also wieder zur Prüfung in Lottorf, wo wir am Abend zuvor schon waren. Im Hellen gestaltete sich auch alles gleich viel freundlicher und lediglich ein Überraschungseffekt ereilte uns, als wir in der letzten Runde von der langen Gerade auf das Schotterstück abbogen - gezeigt wurde uns die gehaltene gelbe Flagge. "Ok - wird wohl einer irgendwo am Rand stehen", also rum um die Ecke u. da ging gar nichts mehr. Achim Behrens hatte sich mit seinem Corsa festgefahren u. die Antriebswelle abgerissen. Er stand mitten auf der Strecke und musste warten, bis er runtergeschoben wurde. Der Bagger hatte sich hierbei leider auch festgefahren u. so standen wir mit ca. 5 Fahrzeugen und warteten. Im Service angekommen, wurde uns mitgeteilt, dass die 4. Prüfung wegen Unbefahrbarkeit abgesagt wurde u. wir hatten ne gute Stunde Zeit, bis es zur 5. Prüfung ging - die längste mit 27 km. Auch hier lief alles super - die Strecke war trocken, die neuen Reifen hatten Grip und nur an der ein oder anderen Kurve, die ein bisschen sehr ausgefahren war, war Vorsicht geboten. Auch in der WP 6 in Arup lief alles rund - und wieder zurück zum Service. In der WP 7 konnte Thorsten nochmals 13 Sekunden finden und zum zweiten und letzten Mal ging es nach Arup, wo auch wieder alles zu unserer Zufriedenheit lief. Jetzt stand nur noch eine Prüfung an, die Zuschauerprüfung "Auf der Freiheit" in Schleswig auf dem Kasernengelände. Hier ging es im fliegenden Start mit einem Abstand von 10 Sek. auf die Strecke mit 4 Fahrzeugen. Die Atmosphäre war einfach genial! Als wir dann das erste Mal den Kurs umrundet hatten, mussten wir trotz Warnung feststellen, dass die Kurve nach der Wasserdurchfahrt ähnlich wie Schmierseife war und wir rutschten zunächst auf die Schlei zu, dann ging es jedoch wieder vorwärts (... und schön das Lenkrad gerade halten...) und weiter. Wenn auch der ganze Kurs äußerst hakelig war und auch die Durchfahrt durch riesige Steinbrüche Gefahren in sich bargen, hat die Strecke Spaß gemacht. Und auch trotz des einzuschaltenden Lüfters, der blendenen Sonne, der herunterzuklappenden Sonnenblende und des vor der Nase baumelnden Kabels der Videoanlage hatte Thorsten alles im Griff - Hut ab nochmal!

Im Ergebnis erreichten Thorsten und ich den 18. Platz im Gesamt und den 3. in der Klasse.

Nochmals: 1000 Dank an Thorsten und unser Serviceteam - die Rallye hat wirklich richtig Spaß gemacht! Und nicht zu vergessen ein dickes Danke an die Veranstaltergemeinschaft, die Orga, Helfern, .... und allen anderen, die dazu beigetragen haben, dass es wieder einmal eine super Rallye war.

Bildquelle: Rallyefieber

Auftakt zur DRXT 2008 in Oschersleben

Das ganze Wochenende war von "ja", "nein", "geht doch los" geprägt... aber Zweifel, dass wir fahren werden, hatte keiner, oder doch?  Zuerst wollte in der Woche vor der Veranstaltung das Wasser im Motor nicht zirkulieren und der Öldruck wollte auch nicht so recht. Aber es klappte dann doch noch. Auto ist fertig. Nein, doch nicht! Auf dem Prüfstand zeigte sich, Schiemann in oscherslebendass die Bremse hinten zuviel Druck hatte und auch noch 40% aus  dem Kurs war. Das war Donnerstagabend und Freitag Mittag wollten wir los  - wollten wir doch, oder? Biggi und Martin haben  dann Freitag morgen ab 06.00 Uhr versucht, die Bremse davon zu überzeugen, dass es doch los geht  - und es klappte! Also pünktlich ab nach Oschersleben. Wir waren alle recht gespannt. Wir hatten nur ein Ziel: Heil die Veranstaltung überstehen. Hatte sich die lange Winterarbeit gelohnt? Samstag dann das erste freie Training. Klausi und Biggi drehten aufgeregt ihre ersten Runden. Das Auto fühlte sich gut an. War doch auch gut oder? Höflicher Weise bestätigte Biggi, dass es ganz ok war, aber sie war schnelleres gewohnt. Da geht noch was. Am Ende des Tages hatte ich Schiemann in oscherslebenmich dann einigermaßen mit dem Auto angefreundet. Die Stimmung war gut, das Wetter war super! Oder doch nicht? Sonntag morgen die Ernüchterung. Regen. Das kann ja was werden. Klausi und im Regen Rennen fahren...  Das wird nix. Oder doch? Mal sehen, was die Reifen im Warm Up sagen. Das war ganz ok. Der erste Lauf konnte kommen. Wir haben für unsere Verhältnisse gut mitgespielt. Zuviel riskieren wollten wir auch nicht, da die Zeiten der anderen zu weit weg waren. Wir fuhren unser eigenes Rennen und hatten Spaß. Das Team war auch begeistert  - hatte Schiemann in oscherslebennur nicht allzuviel zu tun. Oder doch? Im 2. Lauf wollten wir dann noch einen drauf legen. Der Regen wurde weniger. Auf geht's! In der 2. Runde dann: "man, was is` die Hinterachse unruhig? Am Ausgang der Schikane ins Grüne gedreht, wieder zurück auf die Strecke, Spitzkehre anbremsen, der Hintern wackelt, haben wir Plattfuß? Rein in das Schotterstück... nö, alles gut! Gas! Oder doch nicht? Nein, aus, uns war der Reifen von der Felge gesprungen. Ausrollen. Maxzeit. Uli Riese schied in dem Lauf ebenfalls aus. Motorschaden. Ausgerechnet Uli, den wir vorhin noch in einem sensationellen Div.4 -Lauf  bejubelt hatten. Schade. Wir sind dann mit dem Abschlepper zurück in die Box. In der Box stellten wir dann fest, dass wir 2 stark deformierte Felgen hatten, eine sogar gebrochen war. Und nun? Wir haben doch  nicht genügend Reifen dabei. Naja irgendwie den 3. Lauf fahren. Ankommen reicht ja. Oder doch nicht? schiemann in oscherslebenWir haben dann unsere abgefahrenen Schönwetterräder aufgezogen, um damit den 3. Lauf zu fahren. Uli hatte sich dazu entschieden,  den Lauf per Anlasser anzufahren, um die Punkte mitzunehmen. Richtig so. Wird schon alles klappen. Oder doch nicht? Wie sollte es anders sein? Im 3. Lauf ebenfalls Regen und wir haben ein Ballett hingelegt bei dem wir von D. Eichelberg überrundet wurden. Und nun? Maxzeit. Oder doch nicht? Ein wenig enttäuscht waren wir schon, aber was soll`s? Wir sind angekommen, es hat alles gehalten. Mehr wollten wir doch gar nicht. Für das A-Finale waren wir qualifiziert. Die Punkte nehmen wir dann mit. Es reicht ja eine Runde. Oder doch nicht? Nein, das reicht nicht. Man muss durchfahren und darf nicht überrundet werden. Also: umziehen, schiemann in oscherslebeneinpacken und aufladen. Biggi wollte sich jedoch damit nicht zufrieden geben und hat, wie es sich für `nen guten Beifahrer gehört, das Reglement auf den Kopf gestellt und ist fündig geworden. In diesem Zusammenhang auch ein Dankeschön an Winnrich und Wolfgang. Plötzlich rief Biggi an und sagte, sie habe Protest eingelegt. Wir haben keine Maxzeit bekommen und es reicht auch wenn wir das Finale nur anfahren. Wollen wir? Ja. Los geht`s! Wieder umziehen. Aber wir riskieren nix und fahren nur 1 Runde für die Punkte. Oder doch nicht? Dann der Start zum A-Finale. Wir zwischen den Großen. Uns hat es dann doch soviel Spaß gemacht, dass wir solange gefahren sind, bis wir abgewunken wurden - ohne Überrundung! Dann  parc  fermé . Aufladen. Siegerehrung. Und ganz oben auf`s Treppchen. Oder doch nicht? Nein, aufgerufen wurden wir als Zweite. Ein Fehler der Rennleitung. Wir haben gewonnen. Vor allem die Herzen unseres Teams, dem ein ganz besonderer Dank gehört. Für ALLES! Ebenfalls ein Dank an Michi und Crew, war total witzig mit euch und Hut bzw. Helm ab vor eurem sensationellen Auftritt in der Division 4. Race on! Wir  sehen uns auf dem Estering ! 


Team Schiemann-Motorsport